Stets neue Artikel rund um alles, was man in Griechenland außer Dauersonnenschein und Resten der Antike sonst noch mit Leib und Seele genießen kann, rund um griechische Lebens- und Wesensart, Küche und Weine, Literatur und Musik, Landschaften und Inseln; sowie Nachrichten und praktische Reisetipps.
Informationen, Ergänzungen und Leseproben zu dem Buch “Griechenland erleben - Mehr als Säulen und Sonne”.
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Im Alter von 76 Jahren starb am gestrigen Dienstag, den 24. Januar 2012, der griechische Filmemacher Theodoros Angelopoulos an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Bei Dreharbeiten wurde er in der Nähe von Piräus beim Überqueren einer Straße von einem Motorrad erfasst. Einige Stunden später erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Er galt als Meister eines melancholisch geprägten, poetischen Realismus und war für seine langen Einstellungen und langsame Erzählweise bekannt. Seine sozial engagierten Filme setzten sich auch immer wieder mit Geschichte und Gegenwart seines Landes auseinander. Vielen galt er als der “Blick Griechenlands”. Manche hingegen empfanden einige seiner Filme als zu anti-national und kirchenfeindlich, so wie der Bischof von Florina Augustinos Kantiotis, der ihn 1991 exkommunizierte.
Für seinen Film «Alexander der Große» bekam Theodoros ( Theo ) Angelopoulos 1980 bei den Filmfestspielen in Venedig den Goldenen Löwen. Für «Landschaft im Nebel» erhielt er 1988 den Silbernen Löwen und für sein Drama “Die Ewigkeit und ein Tag“ mit Bruno Ganz in der Hauptrolle die Goldene Palme in Cannes.
Mit zwei Filmen werden junge griechische bzw. griechischstämmige Regisseure auf den 62. Internationalen Filmfestspielen in Berlin vertreten sein:
Der bereits mehrfach ausgezeichnete, 1978 als Sohn eines griechischen Vaters und einer kolumbianischen Mutter geborene RegisseurSpiros Stathoulopoulos nimmt mit seinem Film „Meteora“ teil. Die Handlung, in deren Zentrum eine Affäre zwischen einem griechischen Mönch und einer russischen Nonne steht, hat die zum Weltkuturerbe zählenden, bis ins 12. Jahrhundert zurückgehenden “Meteora”-Klöster zur Kulisse.
In der Sektion Generation 14+ für junge Filmemacher tritt der in Athen geborene und in Paris aufgewachsene Angelos Abazoglou mit seinem Film Mustafa’s Sweet Dreams über einen 16-jährigen türkischen Zuckerbäcker an.
Der gestrige Feiertag der Epiphanie war griechenlandweit ein Tag der Wassersegnungen. Doch selbst die liefen in dem krisengebeutelten Land nicht ohne Schelte und Hohn für die an den Zeremonien teilnehmenden Politiker ab.
Chalkida
Bei der Hauptzeremonie in der Stadt Chalkida auf der Halbinsel Evia verließ Staatspräsident Karolos Papoulias den Schauplatz nachdem eine Gruppe ihm und anderen anwesenden Politikern Beleidigungen zugerufen hatte, um damit gegen die Sparmaßnahmen zu protestieren, die vielen Haushalten arg zugesetzt haben.
Athen
Die Zeremonie am Dexameni Becken in Kolonaki im Zentrum Athens, an der Bildungsministerin Anna Diamantopoulou, der Athener Bürgermeister Giorgos Kaminis und weitere Politiker teilnahmen, stand unter dem Schutz eines Polizeiaufgebots. Denn auch hier kam es zu Protestrufen.
Piräus
Die Zeremonie in Piräus wurdenvon Erzbischof Ieronymos geleitet und von Antonis Samaras, dem Chef der Partei Nea Demokratia sowie weiterer Prominenz besucht. Auch hier protestierten viele und forderten Maßnahmen gegen die steigende Arbeitslosigkeit und ein Ende der schmerzhaften Sparmaßnahmen.
Zu ähnlichen Szenen kam es in Thessaloniki und auf Kreta.
Der 6. Januar ist auch in Griechenland ein gesetzlicher Feiertag. Doch wird er in der griechisch-orthodoxen Kirche nicht wie in der westlichen als “Dreikönigstag” begangen, sondern man gedenkt in erster Linie der Taufe Christi und Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Fota, Epifania (Epiphanie) oder Theofania wird der Feiertag in Griechenland genannt. Nass geht es an ihm vor allem zu. Am Vorabend werden Häuser, Brunnen und Felder mit heiligem Wasser gesegnet. Am Tag selbst wagen manche jungen Burschen den Sprung in das auch in Griechenland um diese Jahreszeit noch recht kühle Wasser, wie beispielsweise hier auf der Kykladeninsel Amorgos. In vielen Orten führen Prozessionen an ein Gewässer. Dort wirft dann ein Priester ein Kreuz ins Wasser, das es gilt, zurück an Land zu holen und sich so Glück und Segen für das beginnende Jahr zu sichern. Wer es als erster erreicht und zurück bringt, sichert sich nicht nur die Bewunderung der Zuschauer, sondern er gilt zugleich als ausgemachter Glückspilz das ganze Jahr hindurch.
Isarweihe 2012 in München Auch die orthodoxe Gemeinde der bayerischen Landeshauptstadt zelebriert diesen Brauch. Der Gottesdienst auf der Ludwigsbrücke vor dem Deutschen Museum beginnt am Freitag, den 6. Januar 2012, um 12.30 Uhr und dauert ungefährt 15 bis 20 Minuten. Es ist Teil der traditionellen Zeremonie, dass von den Zelebranten ein mittelgroßes Kreuz ins Wasser geworfen und anschließend von Schwimmern zurückgeholt wird. Auch dieses Jahr werden Schwimmer vom Ufer in die Isar springen, um das Kreuz herauszuholen und den Zelebranten zurückzubringen. Hierbei handelt es sich um einen Griechen und zwei Rettungsschwimmer der Kreiswasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes. (Quelle: ellines.de)
Wie schön - ein noch recht leerer neuer Kalender! Darum hier gleich mal der Hinweis auf interessante Termine, auf die sich Freunde griechischer Kultur freuen können.
Gerade habe ich die gewohnte monatliche Zusammenstellung von Veranstaltungstipps für den deutschsprachigen Raum sowie und Festen, Bräuchen und Events in Griechenland für den Januar fertiggestellt.
Jetzt schon möchte ich aber besonders darauf hinweisen, dass im April Nana Mouskouri nach Deutschland kommt. Folgende Städte sind im Programm:
11.4. Bremen, 12.4. Hannover, 14.4. Essen, 15.4. Dortmund, 18.4. Mannheim,
19.4. Baden-Baden, 21.4. Frankfurt a.M., 24.4. Berlin, 25.4. Erfurt, 28.4. Nürnberg
Eftichismenos o kenourgios chronos!
(Ein glückliches Neues Jahr!)
und
Chronia Polla! (Viele Jahre!)
Eine Stunde eher als in unserer Mitteleuropäischen Zeitzone schlägt heute die zwölfte Stunde in Griechenland und läutet das neue Jahr ein.
Der 1. Januar ist der Tag des Ai Vasilis ( des Heiligen Basilius ). Er ist es, der in Griechenland den Kindern die Geschenke bringt. Damit kommt ihm in Griechenland die Rolle zu, die im deutschsprachigen Raum am 24. Dezember der Weihnachtsmann und im angelsächsischen Raum der Santa Claus - also der Heilige Nikolaus - zu spielen hat. Ähnlich wie der Nikolaus bei uns, wird auch der Heilige Basilius in Griechenland verniedlicht und verkitscht. Ganz ähnlich gibt es sein Abbild in Schokolade gegossen und in bunte Folie gepackt im Handel.
Doch ranken sich auch weitere, traditionelle Bräuche um diesen Heiligen und seinen Tag, der am Beginn des Neuen Jahres steht. In Familien und Vereinen steht ein Neujahrskuchen oder Vasilioskuchen (griechisch: Vasilopita) im Zentrum der Neujahrsfeier. In diese Vasilopita wurde als Glückssymbol eine Münze oder ein Goldstückchen eingebacken. Auf der Neujahrsfeier wird der Kuchen unter den Teilnehmern geteilt. Wer den fluri genannten Glücksbringer in seiner Portion findet, der gilt als ausgemachter Glückspilz das ganze Neue Jahr hindurch.
Beachtung findet auch, wer an diesem Tag als erster die Hausschwelle überschreitet, was mit dem rechten Fuß voran geschehen sollte. Oft schickt man ein Kind als Glücksboten voraus.
Ein traditionelles Symbol der großen Seefahrernation Griechenland für das Weihnachtsfest ist das Schiff. Familien stellen zu Hause ein karavaki auf, ein kleines Boot mit Lichtern, die während der Feiertage bis zum Epiphanie-Tag am 6. Januar brennen. Manche von ihnen widmen es den Seeleute der Familie, die das Fest auf See statt im Familienkreis verbringen.
Ihn soll der Bayerische Prinz Otto eingeführt haben, der ab 1832 als erster König des damals neu entstandenen Griechischen Königreichs regierte. So sieht man heute auch Weihnachtsbäume in Wohnungen und auf öffentlichen Plätzen. Thessaloniki hat dieses Jahr wohl Boot und Baum kombinieren wollen. Seine baumförmige Lichterkonstruktion war im Meer verankert worden — wohl aber nicht so richtig. Leider hat sie sich bei einer Windstärke von 7 Beaufort aus ihrer Verankerung gelöst und ging unter.
Die Metrolinie 3 (Egaleo – Douk. Plakentias – Airport), verbindet den Internationalen Flughafen “Eleftherios Venizelos” (ATH) mit dem Athener Stadtzentrum. Die Züge verkehren täglich alle 30 Minuten von 6:30 morgens bis 23:30 Uhr. Die Fahrt vom bzw. zum Athener Syntagma-Platz im Herzen von Athen dauert ungefähr 40 Minuten.
Außer Metro und Vorortbahn (S-Bahn) verbinden die von der Busgesellschaft ETHEL betriebenen Buslinien X93, X95, X96 und X97 den etwa 33 Kilometer südöstlich des Athener Zentrums gelegenen Internationalen Flughafen mit den Städten Athen und Piräus. Sie verkehren täglich 24 Stunden (auch an Sonn- und Feiertagen). Am Flughafen fahren sie vor der Ankunfshalle ab und kommen an der Abfahrtshalle an. Fahrkarten gibt es an dem Schalter zwischen den Ausgängen 4 und 5 vor der Ankunftshalle. Mehr…