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Griechenland erleben – Genuss, Kultur und Lebensart

Stern von Vergina oder Argeaden-Stern

4. Februar 2018

Flag_of_Greek_MacedoniaStern von Vergina wird das meist 16-strahlige, eher einer Sonne als einem Stern ähnelnde Symbol nach dem Ausgrabungsort reich ausgestatter antiker Herrschergräber in Makedonien genannt. Diese Gräber enthielten unter anderem eine goldene Larnax-Schatulle, die eine solche Sonne zierte, und es wird vermutet, dass der makedonische König Philipp II hier begraben liegt.

Den Namen Argeaden-Stern gab man dieser Stern-/Sonnendarstellung, da darin von einigen Archäologen wie dem Griechen  Manolis Andronikos (1919–1992) das königliche Emblem der Argeaden-Dynastie, insbesondere der Könige Philipp II. (382–336 v. Chr.) und Alexander der Große (356–323 v. Chr.) gesehen wird.SternVergina_Image_larnax_of_philip Das (bzw. die) auf diese mächtige Dynastie stolze(n) Makedonien haben den Stern (bzw. die Sonne) als ihr Symbol „adoptiert“. Ich sage „das bzw. die“ weil unguterweise gleich „zwei Makedonien“ sich das Emblem angeeignet haben und seither miteinander im Clinch liegen: Die griechische Region Makedonien ebenso wie daran angrenzende ehemalige jugoslawische Republik Makedonien, die es auf rotem Grund zu ihrer Flagge gemacht hat, während im griechischen Makedonien eine allerdings nicht offizielle blaugrundige Fahne geschwungen wird. Nicht allein um das Emblem, sondern auch um den Namen Makedonien ist ein Streit zwischen den beiden entbrannt. Er ist imstande,  hunderttausende Demonstranten auf die Straße und Regierungen zu Fall zu bringen.

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Griechenland im Januar

13. Januar 2018

Basilius_der_GrosseJahresbeginn und Fest des Heiligen Basilius

Kryaritis lautet der alte griechische Bauernname für den Januar. Da steckt das Wort kryo für Kälte drin. Der auf Neugriechisch Jenaris oder Ianuarios genannte Monat beginnt in Griechenland mit Geschenken. Denn dort war nicht bereits an Weihnachten Bescherung. In das rote, pelzbesetzte Mäntelchen des westlichen „Weihnachtsmanns“ schlupft in Hellas der Ai Basilis (sprich: Ai Vasilis) oder Heilige Basilius (gesprochen: Vasilius). Sein Tag ist der 1. Januar.

Ein traditioneller Brauch zum Tag des Heiligen Vasilius ist das Backen der Vassilopita – eines Neujahrsgebäcks mit einer eingebackenen  Münze, die denjenigen, der sie in seinem Stück findet zum Glückspilz des Jahres macht.

Halkionische Tage

Ein weiteres Geschenk bringen den Griechen im Januar die Ein_Eisvogel_im_SchwebflugAlkyoniden,  wie die einst der Sage nach in Eisvögel verwandelten Töchter des mythischen Giganten Alkyoneus genannt werden. Ihnen zuliebe – damit sie in der Brutzeit nicht frieren – richtete Gottvater Zeus eine Schönwetterperiode mit klarem, blauen Himmel, viel Sonne und milden Temperaturen mitten im Winter ein. Wann exakt das im jeweiligen Jahr ist, lässt sich nicht vorhersage. Doch stellt sich die Zeit in den meisten griechischen Gegenden, einschließlich Athen und nördlicheren Regionen fast alljährlich ein und dauert etliche Tage. Man nennt sie Alkioniden oder halkionische Tage.

Winterurlaub in Griechenland

Nachdem im Oktober die Saison der Charter-Direktflüge zu Griechenlands beliebtesten Urlaubszielen zu Ende gegangen ist und viele der Strandhotels geschlossen haben, kehrt Ruhe ein und man kann ein authentisches Griechenland ohne Touristenströme erleben. Man kann spazieren, wandern, die Kafenia und Feste der Einheimischen besuchen. Und auch Skigebiete gibt es in Griechenland,  beispielsweise das von Kalavryta auf der Peloponnes und das sehr beliebte des Parnass in Steara Ellada, das ungefähr zwei Kilometer von Athen in der Nähe der antiken Stätte von Delphi gelegen ist und 13 Liften und 19 Pisten zu bieten hat.

Kumquat375Erntezeit

Während die meist im November begonnene Erntezeit für Oliven je nach Gegend, Sorte und Größe der Olivenhaine langsam zu Ende geht, hängen viele andere Früchte in Griechenland im Januar an den Bäumen und warten auf ihre Ernte, darunter Zitrusfrüchte, die vor allem auf Korfu angebauten Kumquat und Kiwis.

Weitere Kirchenfeste im Januar

Ein weiterer gesetzlicher Feiertag nach dem Neujahrstag ist der 6. Januar, an dem die orthodoxen Griechen das Fest Epiphani, Theofania oder Fota feiern. Sie gedenken dabei  der Taufe Christi im Jordan und der Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Dabei wird eine Wasserweihe zelebriert, bei der feierliche Prozessionen an ein Gewässer ziehen, in das ein Priester ein Kreuz wirft. Jugendliche tauchen im eisigen Wasser danach, um es zurück zu holen und sich so Bewunderung, Glück und Segen zu sichern.

Viel traditionelles Brauchtum gibt es auch an den nächsten beiden Tagen, obwohl sie keine gesetzlichen Feiertage sind.

Der 7. Januar gilt als Fest des Heiligen Johannes des Täufers. Ein Brauch für diesen Tag, der zum Beispiel in Livadía bei Serres praktiziert wird, verlangt von kürzlich vermählten Ehemänner, unter einer bogenförmigen Girlande durchzutanzen. Dabei werden sie mit Wasser bespritzt,  um ihre Jungendsünden abzuwaschen. In anderen Dörfern schubst man sich auch gegenseitig in niedrige Brunnen oder Bäche oder begießt jungvermählte Männer mit Wasser.

Am 8. Januar hat die Heilige Domna (Agia Domnica) ihren Tag. Sie gilt als Schutzheilige der Hebammen und alten Weiber. Früher ehrte man an dem Tag die babos genannte Dorfhebamme. In manchen Gegenden, vor allem in Makedonien auf den Dörfern in der Nähe von Serres und beim Kerkini-Sees, hat man den Brauch wiederbelebt. Frauengruppen und -initiativen ziehen alte Trachten an, ehren die älteste Dorfbewohnerin und feiern mit Musik und Tanz. Die Männer bleiben dabei außen vor und haben diesen ganzen Tag lang nichts zu sagen. Es herrscht gynekokratia (Weiberherrschaft) und Rollentausch. Was landläufig als „Frauenarbeit“ gilt, wartet auf die Männer, „Männerarbeit“ auf die Frauen.

Am 30. Januar ist Schul- und Universitätsfeiertag. Denn es ist der Tag der drei Heiligen Hierarchen Basilius der Große, Gregor der Theologe und Johannes Chrysostomus, die in Griechenland als Schutzpatrone der Bildung gelten.

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Griechenland im Dezember

2. Dezember 2017

olivenErntezeit

In den meisten Gegenden Griechenlands ist die Olivenernte im Dezember noch in vollem Gange. Je nach Lage und Sorte beginnt man mit der arbeitsintensiven Arbeit, an der meist die ganze Familie mit Verwandten und Freunden, teils unterstützt von Erntehelfern, teilnimmt, meist im November und ist bis hinein in den Januar, teils auch den Februar damit beschäftigt.

Erntezeit ist in den Wintermonaten auch für Kiwis, von denen Hunderttausende von Tonnen jährlich in Griechenland produziert werden und zu deren fünf weltweit größten Produzenten das Land gehört.

Kiwis

Namens- und Gedenktage, Kirchen- und Kirchweihfeste  im Dezember

4. Dezember – Fest der Heiligen Barbara, griechisch gesprochen Varvara

Als Vorname ist Varvara nicht besonders verbreitet in Griechenland. Wer ihn trägt, feiert am 4. Dezember seinen Namenstag. Auch gibt es etliche Kirchen, die der Heiligen Barbara geweiht sind  und an dem Tag ihr panigyri feiern – ihr Patronats- oder Kirchweihfest. Besonders groß feiert man natürlich im gleichnamigen Ort in der Präfektur Iraklio auf Kreta.

Die Heilige Barbara gilt in Griechenland als Schutzheilige der Bergleute sowie generell aller, die unter Tage arbeiten, insbesondere auch als Patronin der U-Bahn oder Metro.

6. Dezember – Fest des Heiligen Nikolaus und Gedenktag an Alexandros Grigoropoulos

Agios Nikolaos

Ikone des Agios Nikolaos – Schutzheiliger der Seefahrer

Der Heilige Nikolaus (griechisch: Agios Nikolaos) braucht in Griechenland nicht als Gabenbringer für die Kinder  und Ermahner zum Brav- und Fleißigsein herzuhalten. Die Rolle des Kinderbescherers spielt statt dessen – neuerdings auch mit Rauschbart in einen roten Zipfelmützenmantel gehüllt – der Heilige Vassilios, dessen Fest am 1. Januar ist.  Am 6. Dezember bekommen in Griechenland nur jene Geschenke, die Namenstag haben, also beispielsweise Nikolaos, Nikos oder Nikoletas heißen. Und gefeiert wird an dem Tag nur in Gemeinden mit dem Heiligen Nikolaus geweihten Gotteshäusern, wie zum Beispiel Piräus und Alexandroupolis, besonders groß natürlich wieder in Orten, deren Patron der Heilige ist, wie Agios Nikolaos auf Kreta.

Der 6. Dezember ist in Griechenland aber auch ein trauriger Gedenktag. Man erinnert sich an Alexandros Grigoropoulos, der erst 15 Jahre alt war, als ihn am 6. Dezember 2008  eine tödliche Polizeikugel traf. Das gibt alljährlich auch Anlass dazu Unmut mit Polizei und Obrigkeit kundzutun, was an dem Tag immer wieder zu Tumulten führt.

Dekembriana

Unter dem Namen Dekembriana (sprich: Dekemvriana mit Betonung auf dem letzten Buchstaben „a“) gingen die erbitterten Kämpfe im Athen des Dezembers 1944 in die Geschichte ein, die Tausende von Opfern forderten. Auch derer wird im letzten Monat des Jahres gedacht.

Weihnachtszeit in Griechenland

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Foto via Wikipedia, Attribution: Templar52

Natürlich steht der Dezember auch  in Griechenland im Zeichen des Weihnachtsfests. Die griechisch orthodoxe Kirche feiert es zum gleichen Termin wie die Westkirchen, während der Ostertermin und die Termine der davon abhängigen beweglichen Feiertage in den meisten Jahren davon abweichen.

Unterschiedlich sind freilich viele weihnachtlichen Festbräuche. So hat beispielsweise ein Adventskranz und/oder -kalender in Griechenland keine Tradition. Den Weihnachtsbaum soll der bayerische Prinz Otto, der ab 1832 in Griechenland regierte, eingeführt haben. Ältere Tradition hat das griechische Weihnachtsschiff.  Familien stellen zu Hause kleine Boote auf, in denen während der Weihnachtszeit bis zum 6. Januar ein Lichtlein brennt. Aber auch auf öffentlichen Plätzen wie beispielsweise in Athen, Thessaloniki, auf Kreta in Chania und auf der Insel Chios stehen statt oder außer Weihnachtsbäumen lichtergeschmückte Schiffe.

25. Dezember – Namenstag aller, die Christos, Christina oder Manolis heißen

Christos, Christina, Chrisoula und Manolis sind beliebte griechische Namen.  Alle die sie tragen haben  am 25. Dezember  Namenstag – ihr größtes persönliches Fest, dem in Griechenland größere Bedeutung als dem Geburtstag zukommt.

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Griechische Klagelieder zur Totenklage

26. November 2017

Klagelieder, mit denen griechische Klageweiber traditionell ihre Toten beklag(t)en, sind über unzählige Generationen weitergegebene Volkspoesie. Ihnen gilt die Begeisterung von Vassilis P. Matsinopoulos, der sie erstmals in seiner frühen Kindheit zu hören bekam. Später hat er einige der letzten noch lebenden Frauen, die sie noch beherrschen und singen, getroffen, um sie sich vortragen zu lassen. Mehr als hundert davon hat er in seinem Buch „Griechische Klagelieder – mit Verweisen auf Epen Homers“ zusammengetragen, das auch eine ausfühliche Einleitung enthält und durchgehend zweisprachig griechisch und deutsch ist.
Die Todesvorstellung vieler dieser Gesänge ist die der griechischen Antike, nicht die christliche eines Lebens nach dem Tod. Es ist keine Rede von Paradies und Hölle, Engeln und Himmel, sondern von der lichtlosen Unterwelt des Hades und dem antiken Todesgott Charos.

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Viel gefeierte und besungene (E)KATERINA

24. November 2017

Kirchenfeste zu Ehren der Heiligen Katerina

Am 25. November feiert auch die griechisch orthodoxe Kirche die Heilige Katharina, Katerina oder Ekaterina, wie ihr griechischer Name Αικατερίνα ausgesprochen wird. In Gemeinden, die eine dieser Heiligen geweihte Kirche besitzen, findet ein Panigyri statt, wie man in Griechenland die westlichen Kirchweihfesten entsprechenden Patronatsfeste nennt. Dieses Video zeigt das von Sitia auf Kreta. Besonders groß feiern natürlich Orte, die den Namen der Heiligen tragen, wie Katerini an der Küste des griechischen Makedoniens.

Namenstage der vielen oft auch Katerinaki, Katina, Katia, Nina,  oder Rina gerufenen griechischen Katerinas

Sehr beliebt ist Katerina bzw. Ekaterina auch als weiblicher Vorname, so dass am 25. November viele Griechinnen ihren Namenstag feiern, der in Griechenland bedeutender als der Geburtstag ist.

Lieder auf Katerina

Viele alte und neuere griechische Lieder besingen Katerina, Katerinaki oder Rina. Hier einige Links zu Youtube-Videos davon:

Katerina Thessalonikia (Katerina aus Thessaloniki) von Vasilis Tsitsanis.
Hier der griechische und deutsche  Liedtext.

Omorfo mou Katerina (Meine schöne Katerina) von Antonis Kalogiannis

Katerina Katerinaki (Katerina Katerinchen) von Paschalis Arvanitidis

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12. Nov. 2017 – Marathonlauf auf der klassischen Strecke Mararathon-Athen

5. November 2017

AM_Logos_CMYK_Blue outline for THIRD PARTIES-01Am Sonntag , den 12. November 2017, startet er zum 35. Mal – der klassische Marathon vom historischen, für alle Langstreckenläufe dieser Kategorie namensgebende Ort Marathon nach Athen. Im Vorjahr 2016 waren es über  43.000 Läufer, die sich auf dieser historischen Strecke erproben wollten und mehr als  80.000 Zuschauer verfolgten das Geschehen, das an die Schlacht von Marathon erinnert, bei der 490 vor Christus rund 10.000 Athener Krieger gemeinsam mit 1.000 Kämpfern von Platea 150.000 Perser besiegten. Der Botenläufer, der die Kunde von diesem Sieg vom Schlachtfeld in Marathon nach Athen trug, soll nach seinem Schnelllauf über mehr als vierzig Kilometer  vor Erschöpfung zusammengebrochen und gestorben sein.

Als man 1896 die antiken Olympischen Spiele wieder aufleben ließ, machte man die einst vom antiken Botenläufer namens Phidippides erbrachte Leistung zu einer ihrer Disziplinen und begründete damit den „Marathonlauf“.  Seither wird weltweit an vielen verschiedenen Orten „Marathon“ gelaufen. So richtig nachvollziehen kann man den historischen Lauf freilich nur auf der historischen Strecke in Griechenland. Darum zieht das sportliche Ereignis alljährlich tausende Teilnehmer und Zuschauer an.

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Mezes – Der griechische Appetithappen

25. Juli 2017

Ein Ouzo kommt selten allein

600ouzoMezeWas den Spaniern ihre Tapas, sind den Griechen die mezédes, wie der Plural des Worts mezés für den griechischen Appetithappen lautet.

Traditionell reichen sie die Wirte oft auch ohne Bestellung als kleine Beigabe zum alkoholischen Getränk. Oft wird dafür heute aber auch ein kleiner Aufpreis fällig, so dass man seinen Ouzo, Tsipouro oder Raki oder sein Bier allein oder „me mezé“ (mit einer kleinen Beilage) bestellen kann. Mesé mit weichem, stimmhaften und mit der Betonung auf dem letzten Buchstaben spricht man das aus.

Gern benutzt man auch die Verkleinerungsform mezedáki (Häppchen). Man bekommt sie inMezeSamothraki Tavernen und manchen Cafés. Es gibt aber auch Lokale, die sich mezedopolío nennen und auf solche leckeren Kleinigkeiten spezialisiert sind, wobei es jedoch keine strenge Trennung zwischen der tavérna und dem mezedopolío gibt. Oft findet man auch in letzterem neben Kleinigkeiten durchaus sättigende Hauptgerichte. Das gleiche gilt für ouzeri und tsipourádiko (sprich: tsipurádiko), Lokale, die die Spezialisierung auf die Getränke Ouzo beziehungsweise Tsipouro im Namen tragen, natürlich auch  mezédes servieren, oft aber auch Hauptgerichte.

Was können nun solche mezédes sein? Alles mögliche! Von einfach einigen Schnitzen Tomate mit etwas Schafskäse und/oder Wurst über kleine Dips aus Fischroggen (taramás), Oliven oder Käse bis zu kleinen Fischen und/oder Hackfleischbällchen. Beliebt als mezédes sind auch eingelegtes Gemüse (toursí) und marinierter oder eingesalzenes Fisch. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

eingesalzene Sardinen

Sardéles Pastés – eingesalzene Sardinen

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Worte für und zur Liebe bei den Griechen

13. Februar 2017

herzchenEs gibt zwei griechische Worte für das deutsche Wort Liebe:

Das vom grammatischen Geschlecht her weibliche agápi (Betonung auf dem zweiten a, deshalb sitzt dort ein Akzent, in griechischen Buchstaben αγάπη)

      und

das (grammatisch) männliche érotas (έρωτας), was einen viel weiteren Sinn hat als das deutsche Fremdwort Erotik.

Der beliebte und bedeutende griechische Musiker, Held und Schriftsteller Mikis Theodorakis, der im Ausland vor allem für seine Chansons und Filmmusiken, allen voran seinen für den Film Alexis Sorbas kreierten Sirtaki, bekannt ist sagte dazu in seiner Autobiographie „Die Wege des Erzengels“:

„Denn vergessen wir nicht, dass nur die griechische Sprache die Unterscheidung zwischen einem egoistischen Gefühl, dem Eros, und der Liebe, die zum Wir gehört, also einem altruistischen Gefühl, erlaubt.

Soviel zum sprachlichen.

Nun noch einige Zitate aus der griechischen Literatur zur Liebe:

„Das Gesetz des Lebens lehrt uns, dass die Liebe entweder Teufelssegen oder Gottesfluch ist.“

Das gelbe Dossier von M. Karagatsis, 1933

herzchen    … gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen, gegen sie hilft kein Trank, keine Speise, nichts, was in Zaubersprüchen gemurmelt wird, sondern nur Kuss und Umarmung und nackt beieinander zu liegen.

Daphnis und Chloe von Longos, 3. Jh. n.Chr.

herzchen„Liebe ist die Sehnsucht nach der Ganzheit, und das Streben nach der Ganzheit wird Liebe genannt“

„Schlecht ist der gemeine Liebhaber, der den Leib mehr als die Seele liebt.“

„Von der Liebe berührt, wird jeder zum Dichter.“

Platon, ca. 3./4. Jahrhundert vor Christus

herzchen

 

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Griechische Karnevalstermine 2017

5. Februar 2017

Da dieses Jkarnevalahr das Osterfest der griechisch orthodoxen Kirche mit dem der westlichen Kirchen, wie beispielsweise der katholischen und evangelischen, zusammenfällt (was nicht jedes Jahr der Fall ist ), finden auch die Fastenzeit und die Fastnacht zu annähernd gleichen Terminen statt.

Dieses Wochenende ist der Beginn der drei traditionellen griechischen Karnevalswochen, die klar strukturiert sind. Hier die Termine ihrer Höhepunkte:

Tridion (Beginn der Karnevalszeit):  Sonntag, 5. Februar 2017
Tsiknopempti („Rauchiger Donnerstag): Donnerstag, 16. Februar 2017
Tsiknopempti -Wochenende (Karnevalshöhepunkt): Fr.-So., 17.-19. Febr. 2017
Sauberer Montag (Beginn der Fastenzeit): Mo., 27. Februar 2017

 

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Struktur des griechischen Karnevals

5. Februar 2017

boulesNaoussaApókries nennt man den Karneval oder Fasching in Griechenland, was „weg vom Fleisch“ bedeutet. Denn Schritt für Schritt beginnt hier bereits während des Karnevals der Weg zur fleischlosen Kost.

In manchem gleicht der griechische Karneval dem westlicher Länder. In vielem ist er aber auch anders.
Die Unterschiede beginnen schon beim Termin. Nicht bereits am 11.11. um 11:11 Uhr wie beispielsweise in vielen deutschen Gegenden, sondern erst wesentlich später, nämlich drei Wochen vor der 40-tägigen Oster-Fastenzeit beginnt der Karneval traditionell in Griechenland. Nur in wenigen griechischen Karnevalshochburgen ist der Karnevalsauftakt etwas früher. In Patra beispielsweise hängt er mit dem Fest des Heiligen Antonios zusammen, das die orthodoxen Griechen am 17. Januar feiern.
In Kastoria gibt es Anfang Januar eine Art Karnevalsvorspann, Ragoutsaria genannt. Mit Musik, traditionellen Kostümen und Maskarade erinnert er an den späteren Karneval, hat aber andere, sehr alte Wurzeln.

Doch überall haben die eigentlichen, traditionellen drei Fastnachtwochen  die gleiche, deutlich strukturierte traditionelle Bedeutung.

Profoni ist die Ankündigungswoche, in der traditionell Trommelwirbel oder Stadtschreier die Karnevalszeit verkünden.

Kreatini bedeutet Fleischwoche. Denn nach strengen griechisch orthodoxen Fastenregeln ist diese zweite Woche der Karnevalszeit bereits die letzte, in der Fleischkonsum erlaubt ist.  Das wird vor allem am Donnerstag dieser Woche, dem Tsiknopempti (verbrannt riechenden Donnerstag, oder freier übersetzt Grilldonnerstag) ausgelassen mit Barbecues, Musik und Tanz gefeiert.

Tyrofagou (Käsewoche) wird die dritte griechische Karnevalswoche genannt. Denn nun ist Fleisch bereits aus der Speisekarte der orthodoxen Gläubigen gestrichen, während Käse, Milchprodukte und Eier noch erlaubt sind, bevor die Fastenregeln noch enger werden.

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Früchte Griechenlands – Kiwi

28. Januar 2017

griechische Kiwi bei Keramoti

Die wenigsten von uns assoziieren die ovale, grünfleischige Kiwifrucht mit Griechenland, sondern denken dabei eher an Neuseeland, dessen Züchter der chinesischen Stachelbeere, wie die Frucht zuvor nach ihrem eigentlichen Herkunftsland China hieß, den Namen Kiwi gaben – abgeleitet von dem neuseeländischen Nationalvogel, den man gern mit allem neuseeländischen einschließlich der Neuseeländer selbst gleichsetzt.

Lang haftete der Kiwi für uns Europäer etwas Exotisches an. Erst in den 1970-er Jahren begann man sie in Europa anzubauen. Heute zählt Griechenland zu den fünf weltweit größten Kiwiproduzenten.

Aktinidio ( ακτινίδιο ) heißt die Kiwifrucht auf Griechisch. Hunderttausende von Tonnen werden davon alljährlich in Griechenland produziert. Da die Kiwifrüchte nach der Ernte gut nachreifen, sind sie hervorragend für den Export geeignet. Immer mehr Bauern und Firmen steigen daher in ihre Produktion und ihren Export ein. Erntezeit ist in Griechenland im Spätherbst und Winter.

Weitere Früchte Griechenlands:
< Maronen / Esskastanien
< Charupi = Johannisbrot
< Zitrusfrüchte und Kumquat
< Feigen
< Granatäpfel

 

 

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George Dalaras im Mai 2017 auf Deutschlandtour

15. Januar 2017

Der am 29. September 1949 in Piräus geborene George (wie es meist in internationalen Publikationen heißt) bzw. mit griechischem Namen Giorgos (oder phonetischer Jorgos) Dalaras gehört in Griechenland seit vielen Jahrenzehnten zu den beliebtesten Sängern. Im Mai 2017 geht er mal wieder auf Europatournee.

Hier vorläufig und ohne Gewähr die Tourdaten. Bitte vergewissern Sie sich bei Interesse beim Veranstalter bzw. Ticketvertrieb.

BERLIN
Friedrichstadt-Palast
Mi, 10.05.2017
20:00 Uhr
NEU-ISENBURG
Hugenottenhalle
Fr, 12.05.2017
20:00 Uhr
KÖLN
E-Werk Köln
Sa, 13.05.2017
20:00 Uhr
HAMBURG
Laeiszhalle
Do, 18.05.2017
20:00 Uhr
MÜNCHEN
Philharmonie am Gasteig
Sa, 20.05.2017
20:00 Uhr
STUTTGART
Liederhalle Stuttgart
So, 21.05.2017
20:00 Uhr

Und hier Dalaras mit dem Lied Theos an einai – Wenn es einen Gott gibt, an dem sich schon viele große griechische Künstler versucht haben und dessen Text auch ins Deutsche übersetzt wurde.

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6. Januar – Segen den Gewässern und Häusern

5. Januar 2017

348037969_52279be097_zAuch in Griechenland ist der 6. Januar ein gesetzlicher Feiertag und markiert den Ausklang der weihnachtlichen Zeit – der Zeit die dort dodekaimero (zu Deutsch: Zwölftage) genannt wird und voller traditionellem Brauchtum ist. Und auch in Griechenland ist er ein Tag des Segens.

Während der Tag im Westen jedoch als Dreikönigstag begangen wird, an dem Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, um es zu segnen, wird er in der Griechisch-Orthodoxen Kirche als Tag der Taufe Christi und Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gefeiert und Theofania, Epifania (Epiphanie) oder Fota genannt. Nicht nur den Häusern, sondern vor allem den Gewässern wird in Griechenland Segen zuteil.  Denn in der orthodoxen Theologie spendete die Taufe Jesu im Jordan, derer die orthodoxen Christen an diesem Tag gedenken,  nicht  allein dem Wasser dieses Flusses Segen, sondern allen Gewässern weltweit. Darum zelebrieren griechisch-orthodoxe Christen am 6. Januar die Große Wasserweihe, die nicht nur dem Gewässer, an dem sie zelebriert wird, sondern  der gesamten Natur und Schöpfung gilt. Diese Zeremonie beginnt in Griechenland oft mit einer Prozession zum Meer oder zu einem anderen Gewässser wie einem Fluss oder See, an der meist auch Kirchen- und Politprominenz teilnimmt. Höhepunkt ist das Eintauchen eines Kreuzes ins Wasser. Meist wird das Kreuz hineingeworfen, vom Ufer oder einem Boot aus.  Taucher springen ihm dann hinterher, um es zurückzubringen und sich so sie Bewunderung der Zuschauer, vor allem aber eine Extraportion Segen und Glück und Gesundheit im jungen neuen Jahr zu sichern.

Auch die griechische Diaspora begeht diese Zeremonie, beispielsweise in München und Düsseldorf an Isar und Rhein.

Wie die gesamte dodekaimero- Zeit in Griechenland nicht nur von speziellen Bräuchen sondern auch von speziellen traditionelle Lieder begleitet war, so gibt es auch für diesen, ihren letzten Tag spezielle Kalanda genannte Gesänge. Eines der bekanntesten Lieder für das Epiphanie-Fest am  6. Januar ist „Simera ta fota

Fotoquelle: Robert Wallace via Flickr  (Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0)

 

 

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Das alte Jahr geht … Gutes Neues Jahr!

31. Dezember 2016

Tschüß 2016! Ein gutes Jahr 2017 wünsche ich allen Lesern mit diesem beliebten griechischen Lied, gesungen von der griechischen Kinderband Zouzounia (sprich Susunia mit weichen s).  Seine ersten Zeilen und sein Refraim stehen unterhalb des Videofensters  auf Griechisch, in Umschrift und auf Deutsch.

Πάει ο παλιός
ο χρόνος
Páei o paliós o
chrónos,
Das alte Jahr geht,
ας γιορτάσουμε
παιδιά
as jortásume pediá! Lasst uns feiern, Leute!
και του χωρισμού
ο πόνος
ke tu chorismú o pónos Und der Abschiedsschmerz
ας κοιμάται
στην καρδιά
as kimáte stin kardiá soll ruhen im Herzen
Καλή χρονιά,
καλή χρονιά, …
Kalí chroniá, kalí
chroniá, ..
Gutes Jahr, gutes Jahr,
Χαρούμενη,
χρυσή Πρωτοχρονιά!
charúmeni, chryi
Protochroniá!
Glückliches, goldenes
Neujahr!

Allgemein, Raum+Zeit - über alles, was die beiden füllt: Landschaften, Inseln, Jahres- und Tageszeiten, ...

Documenta 14 – Von Athen lernen

30. Dezember 2016

Die Documenta – eine der größten internationale Ausstellungen moderner Kunst – findet seit 1955 alle fünf Jahre in der deutschen Stadt Kassel statt.
Erstmals soll nun ihre Perspektive verdoppelt und die Ausstellung auf zwei Städte verteilt werden: Kassel und Athen, wo sie bereists am 8. April 2017 startet. Denn das Motto der diejährigen Documenta, der Documenta 14, ist „Von Athen lernen“. Da laut ihrem künstlerischen Leiter Adam Szymczyk griechische Probleme bald zu Weltproblemen werden, soll sich der Blick auf der Suche nach Inspiration auf Griechenland und insbesondere Athen richten. Arbeitskraft, Engagement und Ideen will die Stadt Athen in das Projekt Doppelstandort einbringen. Finanziell soll von ihrer Seite nichts darin investiert werden, wie ihr Bürgermeister Yiorgos Kaminis bei einer Pressekonferenz im Rathaus von Athen im Zuge der schon 2015 angelaufenen gemeinsamen Vorbereitungen betonte.

Quellen, die viele weitere interessante Informationen beinhalten:
Greeknewsagenda.gr und
hna.de

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