George Dalaras im Mai 2017 auf Deutschlandtour

15. Januar 2017

Der am 29. September 1949 in Piräus geborene George (wie es meist in internationalen Publikationen heißt) bzw. mit griechischem Namen Giorgos (oder phonetischer Jorgos) Dalaras gehört in Griechenland seit vielen Jahrenzehnten zu den beliebtesten Sängern. Im Mai 2017 geht er mal wieder auf Europatournee.

Hier vorläufig und ohne Gewähr die Tourdaten. Bitte vergewissern Sie sich bei Interesse beim Veranstalter bzw. Ticketvertrieb.

BERLIN
Friedrichstadt-Palast
Mi, 10.05.2017
20:00 Uhr
NEU-ISENBURG
Hugenottenhalle
Fr, 12.05.2017
20:00 Uhr
KÖLN
E-Werk Köln
Sa, 13.05.2017
20:00 Uhr
HAMBURG
Laeiszhalle
Do, 18.05.2017
20:00 Uhr
MÜNCHEN
Philharmonie am Gasteig
Sa, 20.05.2017
20:00 Uhr
STUTTGART
Liederhalle Stuttgart
So, 21.05.2017
20:00 Uhr

Und hier Dalaras mit dem Lied Theos an einai – Wenn es einen Gott gibt, an dem sich schon viele große griechische Künstler versucht haben und dessen Text auch ins Deutsche übersetzt wurde.

Leib+Seele - über alles, was es für beide an Griechischem zu genießen gibt

6. Januar – Segen den Gewässern und Häusern

5. Januar 2017

348037969_52279be097_zAuch in Griechenland ist der 6. Januar ein gesetzlicher Feiertag und markiert den Ausklang der weihnachtlichen Zeit – der Zeit die dort dodekaimero (zu Deutsch: Zwölftage) genannt wird und voller traditionellem Brauchtum ist. Und auch in Griechenland ist er ein Tag des Segens.

Während der Tag im Westen jedoch als Dreikönigstag begangen wird, an dem Sternsinger von Haus zu Haus ziehen, um es zu segnen, wird er in der Griechisch-Orthodoxen Kirche als Tag der Taufe Christi und Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gefeiert und Theofania, Epifania (Epiphanie) oder Fota genannt. Nicht nur den Häusern, sondern vor allem den Gewässern wird in Griechenland Segen zuteil.  Denn in der orthodoxen Theologie spendete die Taufe Jesu im Jordan, derer die orthodoxen Christen an diesem Tag gedenken,  nicht  allein dem Wasser dieses Flusses Segen, sondern allen Gewässern weltweit. Darum zelebrieren griechisch-orthodoxe Christen am 6. Januar die Große Wasserweihe, die nicht nur dem Gewässer, an dem sie zelebriert wird, sondern  der gesamten Natur und Schöpfung gilt. Diese Zeremonie beginnt in Griechenland oft mit einer Prozession zum Meer oder zu einem anderen Gewässser wie einem Fluss oder See, an der meist auch Kirchen- und Politprominenz teilnimmt. Höhepunkt ist das Eintauchen eines Kreuzes ins Wasser. Meist wird das Kreuz hineingeworfen, vom Ufer oder einem Boot aus.  Taucher springen ihm dann hinterher, um es zurückzubringen und sich so sie Bewunderung der Zuschauer, vor allem aber eine Extraportion Segen und Glück und Gesundheit im jungen neuen Jahr zu sichern.

Auch die griechische Diaspora begeht diese Zeremonie, beispielsweise in München und Düsseldorf an Isar und Rhein.

Wie die gesamte dodekaimero- Zeit in Griechenland nicht nur von speziellen Bräuchen sondern auch von speziellen traditionelle Lieder begleitet war, so gibt es auch für diesen, ihren letzten Tag spezielle Kalanda genannte Gesänge. Eines der bekanntesten Lieder für das Epiphanie-Fest am  6. Januar ist „Simera ta fota

Fotoquelle: Robert Wallace via Flickr  (Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0)

 

 

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Das alte Jahr geht … Gutes Neues Jahr!

31. Dezember 2016

Tschüß 2016! Ein gutes Jahr 2017 wünsche ich allen Lesern mit diesem beliebten griechischen Lied, gesungen von der griechischen Kinderband Zouzounia (sprich Susunia mit weichen s).  Seine ersten Zeilen und sein Refraim stehen unterhalb des Videofensters  auf Griechisch, in Umschrift und auf Deutsch.

Πάει ο παλιός
ο χρόνος
Páei o paliós o
chrónos,
Das alte Jahr geht,
ας γιορτάσουμε
παιδιά
as jortásume pediá! Lasst uns feiern, Leute!
και του χωρισμού
ο πόνος
ke tu chorismú o pónos Und der Abschiedsschmerz
ας κοιμάται
στην καρδιά
as kimáte stin kardiá soll ruhen im Herzen
Καλή χρονιά,
καλή χρονιά, …
Kalí chroniá, kalí
chroniá, ..
Gutes Jahr, gutes Jahr,
Χαρούμενη,
χρυσή Πρωτοχρονιά!
charúmeni, chryi
Protochroniá!
Glückliches, goldenes
Neujahr!

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Documenta 14 – Von Athen lernen

30. Dezember 2016

Die Documenta – eine der größten internationale Ausstellungen moderner Kunst – findet seit 1955 alle fünf Jahre in der deutschen Stadt Kassel statt.
Erstmals soll nun ihre Perspektive verdoppelt und die Ausstellung auf zwei Städte verteilt werden: Kassel und Athen, wo sie bereists am 8. April 2017 startet. Denn das Motto der diejährigen Documenta, der Documenta 14, ist „Von Athen lernen“. Da laut ihrem künstlerischen Leiter Adam Szymczyk griechische Probleme bald zu Weltproblemen werden, soll sich der Blick auf der Suche nach Inspiration auf Griechenland und insbesondere Athen richten. Arbeitskraft, Engagement und Ideen will die Stadt Athen in das Projekt Doppelstandort einbringen. Finanziell soll von ihrer Seite nichts darin investiert werden, wie ihr Bürgermeister Yiorgos Kaminis bei einer Pressekonferenz im Rathaus von Athen im Zuge der schon 2015 angelaufenen gemeinsamen Vorbereitungen betonte.

Quellen, die viele weitere interessante Informationen beinhalten:
Greeknewsagenda.gr und
hna.de

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Kalá Christújenna! – Frohe Weihnachten!

24. Dezember 2016

Elato heißt der Tannenbaum auf Griechisch. Und heute wird er in Griechenland ebenso besungen wie im Westen, wenngleich das traditionelle griechische Weihnachtsmotiv das Weihnachtsschiff und nicht der -baum ist. Neben traditionellen griechischen Weihnachtsliedern, den Kalanda, werden auch einige westliche Lieder wie „Oh Tannenbaum“ und „Stille Nacht, heilige Nacht“ in Griechenland gesungen. Mit den vertrauten Klängen auf Griechisch möchte ich allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest wünschen

Allgemein

Früchte Griechenlands: Maronen / Esskastanien

21. November 2016

marone500Im Oktober sind sie reif in Griechenland, die Ess- oder Edelkastanien oder Maronen. Auf Griechisch heißt die Kastanie kastano (in griechischen Buchstaben: κάστανο). Die Mehrzahl davon ist kastana. Bevorzugt gedeihen sie in bergigen Gegenden wie dem Pilion und Nordwestkreta. Dort sind sie so beliebt, dass man ihnen in einigen Dörfern ein eigenes Fest widmet. Bekannt ist das Kastanienfest des Bergdorfs Elos in Westkreta zwischen Kissamos und Paleochora an einem (meist dem dritten) Sonntag im Oktober.

MaronenAnders als die Früchte des beliebten bayerischen Biergartenbaums, die Rosskastanien, die mit den Esskastanien nur den Namen aber keine botanische Verwandtschaft teilen, sind die Esskastanien, wie schon der Namenszusatz verrät, genießbar. Und welch ein Genuß!

Kastanienstifado

Kastanienstifado

Man schätzt sie in Griechenland als kleinen Snack unterwegs, vom kastanas, dem Kastanienverkäufer, im großen Kessel geröstet und in Tüten verkauft. Aber auch raffiniertere Zubereitungsarten kennt die griechische Küche natürlich, sowohl süße als auch deftige, würzige. Hausfrauen und immer mehr Frauenkooperativen verarbeiten sie  Marmelade und zu Löffelsüßem (glyko koutaliou). Vor allem auf Kreta gehört ein Stifado aus Kastanien mit vielen Zwiebeln, Tomaten und Wein zu den herbstlichen Spezialitäten, die viele traditionelle Tavernen anbieten.

Weitere Früchte Griechenlands:

< Charupi = Johannisbrot
< Zitrusfrüchte und Kumquat
< Feigen
< Granatäpfel

 

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Früchte Griechenlands: Charupi = Johannisbrot

6. November 2016

johannisbrotkretaklosteragtriada500Er ist weit verbreitet in Griechenland: Der immergrüne Johannisbrotbaum, Karobbaum oder Bockshörndlbaum, wie die Österreicher ihn nennen. Charoupiá (χαρουπιά) heißt er auf Griechisch. Mit den griechischen klimatischen und geographischen Gegebenheiten kommt er hervorragend zurecht. Während er Frost überhaupt nicht mag, machen ihm Hitze und Trockenheit kaum etwas aus. Sehr wohl fühlt er sich auf den Inseln. Er liebt den Meerblick. Am besten gedeiht er in Küstennähe auf seeseitigen Hügeln, wobei er auch einen recht hohen Salzgehalt toleriert.

Charupi-Kekse

Kekse aus Johannisbrot der Bäckerei Markos & Niki  in Chora Sfakion auf Kreta

Die Verwendung seiner Früchte hat lange Tradition und erlebt gerade ein großes Comeback. Nahrhaft und süß ist ihr Fruchtfleisch auch ohne weitere Verarbeitung. Man kann ruhig mal beim Wandern davon naschen. Nur Vorsicht, dass man sich keinen Zahn an den harten Kernen ausbeißt, die man ausspucken muss! Johannes der Täufer soll sich einst in der Wüste davon ernährt haben. Daher der deutsche Name dafür. Geerntet wird im September. Getrocknet sind die reif schokaladenbraunen, glänzenden, 10 bis 30 Zentimeter langen und 1,5 bis 3 Zentimeter breiten Johannisbrotschoten oder Karube mit ihrer ledriger Schale sehr lang haltbar, was sie zu einer hervorragende Notnahrung macht.

Doch werden sie auch vielfältig verarbeitet. Das Carobpulver, zu dem die Mittelteile der trockenen Schoten vermahlen werden, ähnelt im Geschmack ein wenig Kakao. Kekse, Zwieback (wie der kretische paximadi), Pasta und Brotaufstriche werden damit zubereitet. Aus frischen Früchten werden Saft, Sirup und Spirituosen hergestellt.

Weitere Früchte Griechenlands:

> Maronen oder Esskastanien
< Zitrusfrüchte und Kumquat
< Feigen
< Granatäpfel

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Der Hl. Spyridon – Schutzheiliger von Korfu

10. August 2016

hlSpyridonDer orthodoxe Heilige Spyridon (auch Spiridon oder Spyridonos geschrieben) wurde 270 auf Zypern geboren, hatte das Bischofsamt inne und soll zahlreiche Wunder gewirkt haben. Darum trägt er den Beinamen θαυματουργός (Thaumatourgos, sprich: Thavamaturgos), was Wundertäter bedeutet. Sein Leichnam, der zunächst 350 (oder 348 wie manche Quellen sagen) auf Zypern beigesetzt worden war und danach zunächst nach Kontantinopel und schließlich, als die Stadt 1453 an den Osmanen fiel, nach Korfu gebracht wurde, ruht heute in der nach dem Heiligen benannten Spryridon-Kirche in der Inselhauptstadt.

Viermal im Jahr wird sein Schrein in einer festlichen Prozession durch die Straßen der Stadt getragen:

  • Am Palmsonntag um ihm dafür zu danken, dass er die Korfioten vor der Pest im Jahr 1630 bewahrte;
  • am Karsamstag im Gedenken daran, dass er die Bewohner der Insel vor einer Hungersnot bewahrte;
  • am 11. August, um daran zu erinnern, dass er die  Belagerung durch die Türken  im Jahr 1716 abgewandt hat;
  • und am ersten November-Sonntag als Dank dafür, dass er die Korfioten auch vor der Pest im Jahr 1673 bewahrte.

Der eigentliche Gedenktag des Heiligen Spiridon, an dem die zahlreichen Korfioten, die diesen Namen tragen, ihren Namenstag feiern, ist indes der 12. Dezember.

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Griechische Würze – Zimt sorgt für ungewohnte Geschmackserlebnisse

10. Juni 2016

ZimtstangenKanéla (κανέλα) wird der Zimt auf Griechisch genannt. Wenngleich der Zimtbaum, aus dessen Rinde er gewonnen wird, nicht in Griechenland heimisch ist, ist Zimt nicht wegzudenken aus dem kulinarischen Griechenland. Manchen griechischen Spezialitäten gibt Zimt eine ganz eigene Note, die ausländische Gaumen oft als unerwartet empfinden. So unerwartet, dass der Zimt Eingang in deutsche Buch- und Filmtitel fand.

Zimt in der Suppe – Rätsel Griechenland nennen Werner Gent und Paul L. Walser eine Entdeckungsreise durch das Land, auf die sie den Leser mitnehmen wollen.
Zimt & Koriander ist der Titel eines wie ein kulinarisches Menü aufgebauten Films, in dem es um die Geschichte einer griechischstämmigen Familie geht, die von der Ausweisung aus der Türkei und von der Liebe zum guten, geselligen Essen geprägt ist. Dieser Titel wurde dem Film für die deutschen Kinos verpasst, da er ganz gut den dominierenden Ersteindruck wiedergibt, der für den ungewohnten Gaumen beim Verkosten der Küche entsteht, auf die sich sein griechischer Titel bezieht: Der Politíki Kusína (πολίτικη κουζίνα), womit die Küche der einstigen Griechen von Konstantinopel (griechisch: Konstantinoúpoli oder kurz Poli) gemeint ist.

Griechische Spezialitäten, in denen Zimt verwendet  wird, sind beispielsweise die köstlichen Smyrneika Souzoukakia und Stifado, egal of aus Kaninchen oder Rind.

Weniger ungewohnt, aber nicht wecapuccinoMitZimtniger lecker ist die Kombination von Zimt mit Süßem, etwa in Gebäck wie melitinia, melomakarona oder kourabiedes. Das ergibt dann Geschmacksnoten, die einem vom Weihnachtsgebäck vertraut sind.

Aber Zimt wird eben auch immer wieder dort verwendet, wo wir nicht mit ihm gerechnet hätten. So wird Cappuccino, der sich neben dem klassischen griechischen Kaffee und dem Frape auch in Griechenland durchgesetzt hat, hier fast ausnahmslos mit ein wenig Zimt statt mit Schoko- oder Kaffeepulver bestreut.

Weitere Artikel zu verwandten Themen:

> Die Griechen von Konstantinopel und ihre Küche

> Griechische Würze: Mastix

Allgemein

Poli – DIE Stadt der Griechen

9. Juni 2016

Poli (πόλη) bedeutet im Griechischen schlicht Stadt. Es steht jedoch – groß geschrieben – auch für eine ganz spezielle Stadt – DIE Stadt schlechthin für die Griechen – so bedeutend war und ist sie für sie – obwohl sie nicht auf deren Territorium liegt.

Poli ist eine Kurzform für Konstantinoúpoli, die Stadt am Bosporus, einst von dorischen Siedlern aus dem griechischen Mutterland um 660 v. Chr. unter dem Namen Byzantion gegründet,  dann nach Konstantin dem Großen Konstantinopel (griechisch Konstantinoúpoli) genannt, bis sich nach einer wechselvollen Geschichte spätestens ab 1930 international der Name Istanbul für die heutige Hauptstadt der Türkei durchsetzte. Selten wird er auch in Griechenland gebraucht. Meist nennt man diese Stadt, in der einst viele Griechen lebten, Konstantinoúpoli, noch öfter kurz Poli. Obwohl Flucht- und Vertreibungswellen einmal ab 1922 und dann nochmals ab 1955 die Zahl der Griechen in Istanbul auf wenige Tausend schrumpfen ließ, hat „ihre Poli“ für sie nach wie vor große, nicht nur historische, Bedeutung.

Küche der „Poli“

Die vom kosmopolitischen Amiente führerer Zeiten und orientalischen Noten geprägte phantasievolle Küche der einstigen Griechen von Konstantinopel, die sie nach ihrer Umsiedlung nach Griechenland mitbrachten, erfreut sich als politiki kusina (konstantinopolitische Küche) ungebrochener Beliebtheit.

Religiöse Bedeutung

Im Phanar in Istanbul hat das ökumenische Patriarchat von Konstantinopel seinen Sitz, dessen Patriarch Oberhaupt der orthodoxen Christen ist. Heute ist die Georgskathedrale sein Sitz. Bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 war es jahrhundertelang die Hagia Sophia. Das macht die heute als Museum genutzte einstige byzantinische Kirche zu einem bedeutenden religiösen Denkmal für die Griechen. Deshalb regt sich momentan Unmut in Griechenland gegen aktuelle Pläne, während des diesjährigen muslimischen Fastenmonats Ramadan (6. Juni bis 5. Juli 2016) in ihr aus dem Koran vorzutragen.

Weitere Artikel zu verwandten Themen:

> Zimt, eines der bevorzugten Gewürze der politiki kusina

> Die kleinasiatische Katastrophe

Allgemein

Griechische Ostergrüße und -wünsche

1. Mai 2016

Heute ist in Griechenland Ostersonntag. Und so begrüßen und beglückwünschen sich die Griechen zu dem Fest:
Der Fremde mit wenig Griechischkenntnissen kann sich natürlich damit begnügen, seinen griechischen Freunden schlicht „Frohe Ostern!“  zu wünschen, also sagen:

OstereiΚαλό Πάσχα! (buchstabengetreu transkribiert: kaló pásxa!;
gesprochen: kaló pás-cha, wobei der Akzent jeweils auf dem Buchstaben steht, auf dem die Betonung liegt) = wörtlich: Gute Ostern!

EiΧρόνια πολλά! (chrónia pollá) = Viele (glückliche) Jahre!
Wer sich einfach nur das merkt, hat viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn das kann man immer sagen, wenn es etwas zu feiern gibt, sei es Namenstag, Geburtstag, Hochzeit, Neujahr oder irgendein Kirchenfest, wie beispielsweise eines der vielen panigíria.

Doch wird der Reisende, wenn er in Griechenland unterwegs ist, bemerken, dass die Griechen je nachdem, welcher Tag der Osterzeit gerade ist, auch andere Ostergrüße und -wünsche gebrauchen:

Καλή Ανάσταση! (kalí anástasi!) = Gute Auferstehung!
sagt man von Gründonnerstag bis Ostersamstag

 

Osterei

Nachdem am Ostersamstag um Mitternacht Christi Auferstehung gefeiert wurde und das Heilige Feuer die Kerzen der Kirchgänger zum Leuchten gebracht hat, lautet der Ostergruß
Χριστός Ανέστη! (Christós Anésti!) = Christus ist auferstanden!
Darauf wird geantwortet mit:
Aληθώς Aνέστη! (Alithós Anésti!) = Wahrhaftig auferstanden!

Damit will ich auch allen meinen Lesern, die heute griechisch orthodoxe Ostern feiern, von Herzen ein frohes Fest wünschen!

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„Griechenland hat mich gerettet“ – Felix Leopold über seine Kunst und seine Wahlheimat

21. April 2016

Felix LeopoldMit seinem Programm „Lieder vom Meer“ tourt er gerade durch Deutschland und Österreich – der mit seiner griechischen Frau in Thessaloniki lebende deutsche Liedermacher und -übersetzer Felix Leopold.

Vor seinem Konzert in der Augsburger Kresslesmühle war er so freundlich, mir einige  Fragen zu seiner Kunst und seinem Leben in Griechenland zu beantworten.

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Frohe Ostern schon mal!

27. März 2016

Ostereier

Allen Lesern schon mal ein frohes Osterfest! Denn die meisten davon leben ja in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das καλό Πάσχα! (sprich: kaloo pas-cha! = Frohe Ostern auf Griechisch) und Χριστός ανέστη! (sprich: Christos anesti = Christus ist auferstanden = der traditionelle griechische Ostergruß) hebe ich mir für die orthodoxen Ostern auf, die die Griechen im Jahr 2016 am 1. Mai feiern.

Hier einige Links zu Artikeln über das griechische Osterfest:

> Pascha – Griechische Ostern

> Die Große Woche vor dem griechischen Osterfest

> Griechische Ostern – andere Termine, andere Bräuche

> Krisenostern 2012

 

 

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Griechischer Karneval 2016

21. Februar 2016

Wenn dieses Jahr in den westlichen Ländern der Karnevalsspaß schon lang vorbei ist und die Zeichen auf Fasten stehen, geht es 2016 in Griechenland gerade erst so richtig los mit der närrischen Zeit und dem damit verbundenen Brauchtum.

Boules von NaoussaDie Karnevalstermine richten sich in Ost und West gleichermaßen  nach dem Osterfest, das jedoch im orthodoxen Griechenland nach dem julianischen, statt nach dem in den Westkirchen und dem weltlichen Leben maßgeblichen gregorianischen Kalender bestimmt wird. Somit fallen die Termine nur ab und zu zusammen. Meist unterscheiden sie sich.

Anders als in westlichen Karnevalshochburgen, wo schon am 11. November der Vorjahrs um 11.11 Uhr die Karnevalssession eröffnet wird, wird in Griechenland traditionell erst drei Wochen vor dem dort als Fastenbeginn geltenden „sauberen Montag“ der Karnevalsauftakt proklamiert. Nur  die griechische Karnevalsmetropole Patras legt schon immer etwas eher los.

Triodion am Sonntag, 21. Februar 2016 und Profoni-Woche

Ab diesem Sonntag folgt die griechisch-orthodoxe Kirche der  Triodion-Lithurgie für die Wochen vor Ostern.  Der Name leitet sich von den drei Oden ab, die gesungen werden. Mit Trommelwirbel haben traditionell Stadtschreier ab dem Tridiontag den Fastnachtbeginn verkündet. Deshalb wird die erste griechische Karnevalswoche profoni genannt, was Ankündigungswoche bedeutet.

Kreatini-Woche mit dem Tsiknopempti am Donnerstag, den 3. März 2016

In dieser Woche darf an allen Tagen Fleisch gegessen werden, während ab der folgenden Woche bereits neben Vegetarischem nur noch Milchprodukte auf dem Speiseplan stehen sollen, bevor schließlich die eigentliche Fastenzeit mit ihren strengen orthodoxen Regeln beginnt. Kreas ist das griechische Wort für Fleisch. Davon leitet sich der Name kreatini für diese Woche ab, die am Donnerstag ihren Höhepunkt hat. An diesem tsiknopempti (was man in etwa mit rauchigem Donnerstag übersetzen kann) wird bei Fleisch vom Grill gefeiert.

Höhepunkt der griechischen Fastnacht:  Freitag, 11. März. bis Sonntag, 13. März 2016

Von tyri, dem auf dem letzten Buchstaben betonten griechischen Wort für Käse hat die letzte griechische Karnevalswoche ihren Namen tirofagou (Woche der Käsekost). Vor allem am Wochenende gibt  es in vielen griechischen Städten zum Karnevalsausklang Paraden und Musik auf öffentlichen Plätzen und Straßen.

Katheri Deftera: Montag, 14. März 2016

Katheri Deftera” bedeutet “Sauberer Montag” – ein gesetzlicher Feiertag in Griechenland, mit dem die Fastenzeit beginnt. An diesem Tag dürfen gemäß den komplizierten orthodoxen Fastenregeln noch Fische, Weichtiere und Meeresfrüchte verzehrt werden, während später im Lauf der Fastenzeit auch teils streng vegane Kost geboten ist.  Am liebsten verbringen die Griechen diesen Feiertag im Freien bei einem reichhaltigen Picknick aus den erlaubten Speisen und Drachensteigen.

Bildquelle: By Thanasis Paparnakis via www.travel-thessaloniki.gr
Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA 2.0

 

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Früchte Griechenlands: Zitrusfrüchte und Kumquat

12. Februar 2016

Zitronen und Orangen

PorosLemonodasosSüdfrüchte nennt man die Zitrusfrüchte gern auch. Denn nur in südlicher Sonne wollen sie so richtig gedeihen und den herrlichen Duft ihrer Blüten verbreiten. Ursprünglich aus dem tropischen und subtropischen Südosten Asiens stammend, sind Zitrusfrüchte heute in Griechenland allgegenwärtig. Sie zieren Gärten, bilden aber auch ganze Wälder. Lemonodasos (Zitronenwald) nennt sich eine Gegend bei Galatas auf der Peloponnes gegenüber der Insel Poros mit Zitronen- und Orangenbäumen soweit das Auge reicht.

Citrus medica – die Namensgeberin der Zitrusfrüchte

ZitronatzitroneDie erste nach Europa eingeführte Zitrusfrucht, die namensgebend für die Gattung wurde, ist die heute Cetrit- oder Zirtronatzitrone genannte Citrus medica, die Alexander der Große von seinen Feldzügen mitbrachte. Ihre detaillierte Beschreibung findet sich bei dem Philosophen und Botaniker Theophrastos von Eresos (371-287 v.Chr.), der sie zur Abwehr von Motten empfiehlt. In der Küche verwendet man die Frucht vor allem zur Herstellung von Süßspeisen, Konfitüre und Likör. Ihre dicke Schale wird zu dem in der Backkunst beliebten Zitronat. Aus den Blättern des Baums stellt man auf der Kykladeninsel Naxos einen Kitro genannten Likör her, dessen  Bezeichnung als Κίτρο Νάξου oder Kitro aus Naxos durch die EU geschützt ist.

Kumquat – Früchtchen von Korfu

Kumquatblüte

Kumquatblüte

Eine Spezialität der ionischen Insel Korfu ist die zur Familie der Rautengewächste gehörende Kumquat, die an einem ungefähr zwei Meter hohen, leicht dornigen Strauch wächst. Die kleine, höchstens 5 Zentimeter lange, auch Fortunella genannte Kumquat ist ei- bis birnenförmig, orangefarben und schmeckt herb süß-sauer.Auf Grund ihres Äußeren wird sie auch Zwergorange genannt.Kumquat

Ihre feinporige Schale wird meist mitgegessen, denn schälte man die winzige Frucht, so bliebe nicht viel übrig. Ihr Inneres besteht aus fünf bis sechs Segmenten mit Kernen, die im Verhältnis zum kleinen Umfang der Frucht groß sind. Auch sie sind essbar, wenngleich leicht bitter. Es ist wohl gerade diese Vielfalt an verschiedenen Geschmacksnuancen in einer einzigen, kleinen Frucht, die ihren besonderen Reiz ausmacht – das Zusammenspiel zwischen der herben Nuance der Schale, dem süß-säuerliche Fruchtfleisch und den ein wenig bitteren Kernen. Und natürlich ist das Früchtchen hübsch anzusehen – auch schon bevor man hinein beißt. Gern werden seine sauer-herben Nuancen auch mit Zucker versüßt. Es gibt kaum einen Supermarkt oder Souvenirladen auf Korfu, der nicht Gläser mit Kumquat in Sirup, kandierte Kumquat und Kumquatlikör im Angebot hat. Als Κουμκουάτ Κέρκυρας oder Koum Kouat aus Korfu genieß auch dessen Bezeichnung EU-Schutz.

lemonodasos

Arbeiter beim Verladen von Zitrusfrüchten bei Galatas

Weitere Früchte Griechenlands:

> Maronen oder Esskastanien
> Charupi = Johannisbrot

< Feigen
< Granatäpfel

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