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Mit wehenden Fahnen

5. Juni 2015

FahnenPatmos1Allgegenwärtig in griechischen Lüften flattern weißblaue und gelbschwarze Fahnen. Oft stehen sie eng beieinander vor Kirchen und Klöstern – ein Hinweis auf die enge Verflechtung zwischen Staat und Kirche in Griechenland.

PalaeologusFlaggeDie gelbe Fahne mit dem schwarzen Doppeladler symbolisiert die orthodoxe Kirche,obwohl das offizielle Symbol der Kirche von Griechenland ein dunkelroter Doppeladler auf weißem Grund ist.

Der doppelköpfige Adler ist das Symbol des Byzantinischen Reichs bzw. seiner letzten Dynastie, der der Palaiologen, die Konstantinopel beherrschten, bevor es 1453 an die Osmanen fiel.

GrFahne141Bekannter ist natürlich die weißblaue Fahne, die Nationalflagge Griechenlands. In ihr symbolisiert das weiße Kreuz in der oberen linken Ecke die von der orthodoxen Kirche gewahrte christliche Tradition des Landes. Erst 1978 setzte sich das aktuelle Fahnendesign, das neben dem weißen Kreuz auf blauem Grund auch noch neun gleich breite, horizontale Streifen in blau und weiß enthält, als offizielle Nationalflagge durch. Lang war auch eine allein aus weißem Kreuz auf blauem Grund (ohne Streifendesign) bestehende Fahne gebräuchlich. Und auch heute noch sieht man diese streifenlose Fahne vor allem vor Kirchen ab und zu.

Jedenfalls gibt es kaum eine Nationalfahne, die besser in die Landschaft des Landes, für das sie weht, steht.Sie lässt sofort an den oft tiefblauen Himmel und die schneeweißen Dörfer vor allem der Inselgruppe der Kykladen denken.

Klosterfest auf Samos

Wehen auf einem Kirchplatz oder in einem Klosterhof kleine, auf Leinen aufgereihte dreieckige Wimpel mit den beiden oben beschriebenen sowie weiteren kirchlichen Symbolen, dann gibt es hier etwas zu feiern. Sie sind der typischen Schmuck eines panigyri – des Patronatsfests eines Gotteshauses.

Ochi-Tag am 28.10. – Einer der beiden griechischen Nationalfeiertage

27. Oktober 2015

nationalfeiertagHintergrund

Der griechische Nationalfeiertag am 28. Oktober geht zurück auf Begebenheiten während des zweiten Weltkriegs im Jahr 1940.  Damals sagte der griechische Machthaber Ioannis Metaxasnein” (gr: “ochi” bzw. in griechischen Buchstaben „οχι“) zu einem Ultimatum Mussolinis, den Achsenmächten die Errichtung ihrer Standpunkte auf griechischem Boden zu gestatten. Daraufhin drang die italienische Armee von Albanien aus im Epirus ein, wurde jedoch nach kurzem Vormarsch von den Griechen gestoppt und auf albanisches Gebiet zurückgedrängt.

Die einmarschierenden italienischen Truppen begrüßte die griechische Bevölkerung mit lauten “ochi“-Rufen,  die in den Ohren des Diktators Metaxas, dem ansonsten nicht allzuviel Sympathien galten, wie ein zustimmendes Echo zu seiner Entscheidung geklungen haben mögen.

Paraden, Politikerreden und viele weißblaue Fahnen

Die Griechen begehen diesen zweiten Nationalfeiertag neben dem Unabhängigkeitstag am 25. März mit Paraden, Politikerauftritten und Beflaggung öffentlicher Gebäude. Während die Politprominenz am 25. 3. vorwiegend in Athen präsent ist und Reden schwingt, beehrt sie am 28. Oktober bevorzugt die zweitgrößte griechische Stadt, Thessaloniki, die um diese Zeit gegen Ende Oktober ohnehin bereits in Feierlaune ist. Denn zwei Tage zuvor, am 26. Oktober, ist das Fest ihres Stadtheiligen, der Agios Dimitrios.

Kostenloser Kulturgenuss und Straßensperren

An beiden Nationalfeiertagen genießen übrigens  Besucher staatlicher Museen und archäologischer Stätten freien Eintritt. Und an beiden Nationalfeiertagen ist in griechischen Städten mit Straßensperren und Umleitungen wegen der Paraden zu rechnen, teils auch bereits am Vortag, an dem Schülerparaden stattfinden.

 

1. Mai – Kundgebungen und Blumen

1. Mai 2015
Maikranz

Maikranz

Wie in vielen europäischen Ländern, so wird der 1. Mai auch in Griechenland als Tag der Arbeit gefeiert. Das bedeutet Kundgebungen, Spruchbänder und Fahnen, meist auch Streiks, so wie 2015 im öffentlichen Verkehr.

Gleichzeitig feiert man aber den Frühling. Viele Gemeinden und Kulturvereine veranstalten Maifeste mit Livemusik und Tanz und vielen Blumen.

So werden in Athen heute beispielsweise auf der Platia Amerikis (oder auch Anthesterion genannt) ab 11 Uhr Kränze gebunden, bevor es dann später ab 20 Uhr  Livemusik gibt

Auf der Platia Klafthmonos finden derweil die obligatorischen Maikundgebungen statt.

Doch freilich sind Maifeste und -kundgebungen nicht auf die Hauptstadt beschränkt, sondern finden landesweit in vielen Gemeinden und auf zahlreichen Inseln statt. Die kunstvoll gefertigten Kränze hängt man zu Hause auf, am liebsten an oder über die Tür oder ein Fenster. Bis zum 24. Juni lässt man sie dort hängen, während sie langsam trocknen. Dann wirft man sie ins Sonnwendfeuer.

Griechische Helden: Manolis Glezos

14. Dezember 2014

Der am 9. September 1922 in Aperathos auf Naxos geborene, heute mit über 90 Jahren noch immer unermüdliche Manolis Glezos war Zeit seines Lebens ein Kämpfer. Er gilt als Symbolfigur des Widerstands gegen Faschismus und Diktatur. Eines seiner Heldenstücke war das Erklimmen der Akropolis  am 30. Mai 1941. Gemeinsam mit Apostolos Santas riss er damals die dort von den Nazi-Besatzern gehisste Hakenkreuzfahne herunter. Er wurde mehrmals verhaftet, ins Gefängnis gesteckt, gefoltert und zum Tode verurteilt.

Als linksgerichteter Politiker und Autor setzt er sich unermüdlich für seine Ideen von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit ein. Er bringt  sie als Abgeordneter ins Parlament ein (heute sitzt er im Europaparlament), verfasst Appelle wie jenen im Oktober 2011 gemeinsam mit der anderen großen Widerstandsikone Mikis Theodorakis formulierten für die Rettung der Menschen Europas, hatte aber auch ganz unten angesetzt – in seinem Heimatdorf Aperathos auf der Insel Naxos. Dort entwickelte startete er 1986 einen basisdemokratischen Modellversuch, saß im Gemeinderat und entwickelte  ein System zur Bekämpfung der Erosion, Verhinderung von Überschwemmungen und zum Schutz des Grundwassers.

Griechische Helden: Grigoris Lambrakis

17. November 2014
Lambrakis

Ehrenmal v. Vasilis Doropoulos f. Lambrakis in Thessaloniki

Der Politiker, Mediziner und Athlet Grigoris Lambrakis gilt in Griechenland als Symbol der Unbeugsamkeit und der Demokratie.

Besonders an Gedenktagen, wie demjenigen am 17. November zu Ehren der Opfer des blutig niedergeschlagenen Studentenaufstands von 1973 gegen die Obristendiktatur, wird sein von Vasilis Doropoulos geschaffenes Ehrenmal in Thessaloniki mit vielen Blumen geschmückt.

Lambrakis wurde am 3. April 1912 in dem Dorf Kerasitsa im Distrikt Tegea (Arkadien, Peloponnes) geboren. Am 27. Mai 1963 erlag er seinen Verletzungen, nachdem er in Thessaloniki nach einer Friedensdemo von einem Lieferwagen überrollt worden war. Weil er Zeit seines Lebens viele Morddrohungen erhalten hatte, Lenker und Beifahrer des Autos Rechtsextremisten waren und die Umstände darauf hindeuteten, gingen seine Anhänger von Mord aus und empörten sich, als die Anklage in der Folge nur auf Körperverletzung mit Todesfolge lautete. Hunderttausende folgtem seinem Sarg bei seiner Beerdigung und riefen immer wieder „Er lebt!“ (im Griechischen geschrieben „Ζεί!“, was wie „sie“ im Deutschen ausgesprochen wird). Darauf wurde der  griechische Buchstabe Z (Ζήτα)  zum Erkennungszeichen und zur Losung der pazifistischen und sozialen linken Opposition des Landes und Vassilis Vassilikos schrieb seinen Roman Z, der später durch Costa-Gavras verfilmt wurde und dessen Vorlage die Vorgänge um Lambrakis Tod waren.

Zeit seines Lebens hatte  sich Lambrakis politisch, pazifistisch und sozial engagiert. Während der Besetzung Griechenlands von 1941 bis 1944 war er aktiv im griechischen Widerstand gewesen. 1943 hatte er die „Union Griechischer Athleten“ gegründet.Die Einnahmen der von ihr veranstalteten Wettkämpfe hatten der Finanzierung von Essensausgabe an die hungernde Bevölkerung gedient.  1961 war Lambrakis ins griechische Parlament gewählt worden. Der „Ur-Marathon“, der alljährlich im Herbst auf der Originalstrecke von Marathon nach Athen gelaufen wird, wurde ihm gewidmet. Denn am 21. April 1963 war er diese Strecke allein mit einer Friedensfahne in der Hand marschiert, nachdem das was ursprünglich als Pazifisten-Rallye gedacht war, mit einem Verbot belegt worden war, woraufhin viele Teilnehmer verhaftete worden sind, darunter auch der beliebte und ähnlich engagierte griechische Musiker  Mikis Theodorakis. Nur Lambrakis hatte niemand an diesem Marsch hindern können, da ihn seine parlamentarische Immunität geschützt hatte.

Bildquelle: Anazo via Wikimedia commons, Lizenz Creative Commons Attribution Share (CC BY-SA 3.0)

Athen Marathon – Mutter aller Marathonläufe

1. November 2014

Am 9. November 2014 startet der Athen Marathon auf der Originalstrecke von Marathon nach Athen

Marathonläufe erfreuen sich weltweiter Beliebtheit, ob in Berlin, London oder New York. An zahlreichen Orten der Welt werden im sportlichen Wettkampf Strecken von  etwas mehr als 40 Kilometern gelaufen. Aber „DEN MARATHON“, die Mutter aller Marathons, kann man nur in Griechenland laufen. Alljährlich im Herbst führt der Athener Klassische Marathon vom namensgebenden historischen Ort Marathon in die Stadt Athen.

 

Dabei kann sich der Läufer beim Absolvieren seiner  42,195 Kilometer auf der klassiki diadromi, der „klassischen Strecke“ , ganz als hemerodromos  fühlen, als ein antiker Botenläufer, wie es einst Pheidippides war, der im Jahr 490 v.Chr. die Kunde vom Sieg über die Perser bei der Schlacht von Marathon nach Athen trug.

Der Athener Klassische Marathon wird seit 1983 vom griechischen Leichtathletik-Verband (SEGAS) organisiert. Der Lauf  ist dem Athleten, Politiker und Pazifisten Grigoris Lambrakis gewidmet. Seine pazifistische Bewegung hatte für den 21. April 1963  einen Demonstrationszug von Marathon nach Athen geplant, der jedoch polizeilich  verboten wurde. Viele Demonstranten wurden verhaftet.  Auch der weltberühmte griechische Musiker  Mikis Theodorakis war unter ihnen. Geschützt durch seine parlamentarische Immunität marschierte schließlich Lambrakis mit einer Friedensfahne  allein die Strecke.

Panigyri – Patronatsfest der Kirchen und Klöster

24. Juli 2011

PanigyriWenn bunte Wimpel über dem Kirchplatz wehen, gibt es was zu feiern. In Griechenland feiert man die Feste, wie sie fallen.  Es gibt keinen allgemeingültigen Kirchweihtermin, wie beispielsweise in Bayern im Oktober, sondern jede Kirche feiert ihr Patronatsfest am Gedenktag des Heiligen, dem sie geweiht ist, oft auch schon am Vorabend.

koskardamenap9082099klDieses “Panigyri” genannte Kirchweihfest gestalten sich von Ort zu Ort verschieden. Stets gehört ein feierlicher Gottesdienst dazu, meist auch gemeinsames Essen und Trinken. Ansonsten kann es Prozessionen, bei denen Ikonen mitgeführt werden, Blumen- und Fahnenschmuck, Jahrmarktbetrieb, Musik, Tanz und Wettkämpfe geben, je nachdem welche Gepflogenheiten sich in einem Ort über Jahrhunderte herausgebildet haben. Manche religiösen Bräuche knüpfen an jahrtausendealte Riten an. So werden auf der ostägäischen Insel Lesbos heute noch, ähnlich wie in der Antike, Stiere geopfert. Das Buch “Griechenland erleben – Mehr als Säulen und Sonne” enthält einen Kalender mit den wichtigsten Fest- und Namenstagen, damit man vielleicht das eine oder andere der Kirchen- und Pilgerfeste mitfeiern kann, die eine wunderbare Gelegenheit zum Eintauchen in griechische Lebensart und zum Erleben griechischer Fröhlichkeit und Gastfreundschaft sind.

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Eines der größten Feste wird am 15. August gefeiert, dem Tag, der bei uns als Mariä Himmelfahrt begangen wird. In Griechenland heißt er “Entschlafung der Gottesmutter” (Kimisis tis Theotokou), da die orthodoxe Kirche nicht an eine Himmelfahrt der Muttergottes glaubt. Während die meisten anderen Patronatsfeste der Kirchen nur lokale Bedeutung haben, ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag.

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Wutgriechen blasen zur Revolution

1. Juni 2011
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Foto tom.tziros, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Fällt zur Zeit in den Medien das Wort „Griechenland“, so findet man meist unweit davon das Wort „Krise“. Gemeint ist meist die Finanzkrise. Hauptaugenmerk liegt dabei auf deren Auswirkungen und auf den Versuchen zu ihrer Bewältigung. Doch Krise beinhaltet – besonders in Griechenland, dem Land aus dessen Sprache das Wort kommt – mehr als das. Ursprünglich bedeutete κρίσις (krisis) “ Meinung“, ¨Beurteilung“. Dazu kam der Gebrauch des Wortes im Sinne von „Entscheidung“. Später vollzog sich ein Bedeutungswandel hin zu einer mit einer schwierigen Situation verbundenen Entscheidungssituation, wie einer Zuspitzung, einem Wendepunkt. Zunehmend macht sich offenbar in der griechischen Bevölkerung das Gefühl breit, an einem solchen Wendepunkt zu stehen.  Viele mischen sich in die Diskussion ein, wie es weitergehen soll.  Natürlich protestieren Gewerkschaften und Interessengruppen gegen Einschnitte und Sparmaßnahmen, die sie treffen und die sie als ungerecht empfinden. Doch neben ihren Streiks und Kundgebungen strömen  auch viele Menschen aller Schichten auf die Straßen und Plätze, um zu zeigen, dass es um sie geht, dass sie sich einmischen wollen und dass sich grundlegend etwas ändern muss in ihrem Land. Seit nunmehr sieben Tagen kommen große Menschenmassen nicht nur auf dem Athener Syntagma Platz, sondern auch in Thessaloniki, Patra und vielen anderen Städten zusammen. Mehr…

Feierlichkeiten 26.-28. Oktober

26. Oktober 2010

Die letzte Oktoberwoche in Griechenland ist von Festen und Feiertagen geprägt. Schwerpunkt ist die makedonische Stadt Thessaloniki ( Saloniki ).

 Ag. Dimitrios am 26. Oktober

Alle die Dimitrios und Dimitra heißen feiern am 26. Oktober ihren Namenstag. Gerufen werden sie oft mit Kurzformen wie Dimitris, Dimis, Mimis, Mitsos oder Takis. Dimitrios gehört- ebenso wie Georgios- zu den seit Langem beliebten Namen, da beide Heilige vor allem von den Bauern vererhrt wurden, die früher einen Großteil der Landbevölkerung ausmachten. Sie wurden über Generationen immer wieder weiter gegeben, da es Brauch ist, die erstgeborenen Kinder nach den Großeltern, weitere nach weiteren Verwandten zu nennen.

Gleichzeitig feiern die zahlreichen Kirchen, die dem heiligen Dimitrios geweiht wurden, ihr alljährliches Kirchenfest, das Panigyri, so beispielsweise in Kalavarda auf Rhodos und Theologos auf Thassos. Offizieller Feiertag hingegen ist der 26. Oktober nur in Thessaloniki, der Stadt, aus der der Heilige stammt, in der er wirkte und deren Schutzheiliger er ist. Thessaloniki feiert an dem Tag zugleich seine Befreiung von den Osmanen am 26. Oktober 1912. So ziehen sich die Feierlichkeiten hier über drei Tage nahtlos bis zum griechischen Nationalfeiertag, dem 28. Oktober hin.

grfahne Ochi-Tag am 28. Oktober

Der 28. Oktober ist einer der zwei Nationalfeiertag, die es in Griechenland gibt. Am 28. Oktober gedenkt man des Tages im Jahr 1940, an dem sich Griechenland mit „Nein” (gr: „Ochi“) gegen ein Ultimatum Mussolinis entschied, woraufhin die italienischen Besatzer von den griechischen Truppen aus dem Lande geschlagen wurden.
Während am anderen der beiden Nationalfeiertag, dem 25. März, vor allem Athen Prominenz zu seinen Militärparaden anzieht, steht am 28. Oktober Thessaloniki im Fordergrund bei den Festlichkeiten.

Fotogalerie Feste

5. August 2009

leibseeleBilderserie „Feste“ zu dem Abschnitt „Leib und Seele“

S. 91-93: Passage „Strenge Sitten, fröhliche Feste und uralte Riten“ des Kapitels „Glaube und Aberglaube“

Kirchen-, Dorf- und Pilgerfeste

Mit großen, geselligen Festen, die oft über zwei oder mehr Tage andauern, feiern die Gemeinden die Heiligen und Mysterien, denen ihre Kirchen geweiht sind. Diese „Panigyri“ genannten Kirchweihfeste gestalten sich von Ort zu Ort verschieden. Beginn ist meist am Vortag oder -abend des jeweiligen Gedenktages. Stets gehört ein feierlicher Gottesdienst dazu, meist auch gemeinsames Essen und Trinken. Ansonsten kann es Prozessionen, bei denen Ikonen mitgeführt werden, Blumen- und Fahnenschmuck, Jahrmarktbetrieb, Musik, Tanz und Wettkämpfe geben, je nachdem welche Gepflogenheiten sich in einem Ort über Jahrhunderte herausgebildet haben. Manche religiösen Bräuche knüpfen gar an jahrtausendealte Riten an. So werden auf der ostägäischen Insel Lesbos heute noch, ähnlich wie in der Antike, Stiere geopfert. Das Buch „Griechenland erleben – Mehr als Säulen und Sonne“ enthält einen Kalender mit den wichtigsten Fest- und Namenstagen, damit man vielleicht das eine oder andere der Kirchen- und Pilgerfeste mitfeiern kann, die eine wunderbare Gelegenheit zum Eintauchen in griechische Lebensart und zum Erleben griechischer Fröhlichkeit und Gastfreundschaft sind.

Zoodochou Pigi

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Einmal im Jahr erwacht das Kloster oberhalb der Chora von Sikinos aus seinem Dornröschenschlaf. Dann wird die Ikone der Zoodochou Pigi für eine Nacht in einer Prozesssion ins Kloster gebracht. Die Familie, bei der sie das restliche Jahr verbracht hat, lädt zu einem Festessen im Kloster ein.

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