Giorgos A. Papandreou, der neue griechische Premierminister

11. Oktober 2009

pasok3987057668_c3c35d586f_mPolitik soll auf dieser Website, die sich in erster Linie mit allem, was es in Griechenland für Leib und Seele zu genießen gibt, beschäftigt und Griechenlandreisenden Tipps, Hintergrundwissen und Anregungen geben will, kein zentrales Thema sein. So will ich auch auf den Regierungswechsel nicht unter politischen Aspekten eingehen, sondern auf die persönliche und kulturelle Seite blicken.
Papandreous Partei, die Panhellenische Sozialistische Bewegung PASOK, zeigt in der Foto-Community Flickr außer dem nebenstehenden weitere gute Fotos vom Amtseid des neuen Premierministers , den ihm der Erzbischof von Athen Ieronymos II im Präsidentenpalais

Giorgios (oder Georgos, Georgios oder Jorgos – wie sein Name von manchen Medien geschrieben wird) Andrea Papandreou entstammt einer Politikerdynastie, in der bereits Vater und Großvater an der Spitze des Landes gestanden hatten. So nennen ihn – genau wie das in griechischen Familien üblich ist – viele Griechen mit der Verkleinerungsform „Giorgakis“ , den „kleiner Georg“, um ihn von seinem Großvater Giorgos Papandreou zu unterscheiden.

„Giorgakis“ ist am 16. Juni 1952 in St. Paul, Minnesota, USA geboren. Er besuchte die Grund- und Hauptschule in Kanada, Schweden, den USA und Griechenland und studierte anschließend Soziologie an der Universität Stockholm, der London School of Economics und am Amherst College in den USA.
1981 zog er als Abgeordneter der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (PASOK), dessen Vorsitzender er seit Februar 2004 ist, ins griechische Parlament ein.
Zwischen 1985 und 2004 begleitete er mehrere Ministerposten in den Regierungen seines Vaters Andreas Papandreou und in der Regierung von Kostas Simitis: Erziehungsminister (1988-1989 und 1994-1996) , stellvertretender Außenminister (1993-1994 und 1996-1999), Außenminister (1999 und 2004).
Seit 2006 ist er Präsident der Sozialistischen Internationale.
Er ist verheiratet mit Anta Papandreou und hat einem Sohn und eine Tochter.

Wegen seiner Bemühungen um die Beziehungen zur Türkei während seiner Zeit als Außenminister wurde er von der europäischen Zeitung „European Voice“ 2003 zum „Diplomaten des Jahres“ ernannt. Auch in seiner Regierung hat er nun selbst das Amt des Außenministers übernommen und sein erster Auslandsbesuch führte ihn in die Türkei zu einem Außenministertreffen für die Zusammenarbeit auf dem Balkan (SEECP) in Istanbul. Auf dem Programm stehen auch ein Treffen mit dem türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdoğan sowie dem Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomäus I., in dessen Amtssitz im Istanbuler Stadtteil Phanar.

Mehr zu seiner Person und seinen Zielen und Aussagen auf seiner Website www.papandreou.gr

Mehr zum Wahlausgang auf der Website der griechischen Botschaft Berlin und zur neuen Regierung in einem Bericht von http://derstandard.at

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