Das neue Akropolis-Museum

21. Juni 2009

akropolismuseumathenAtemberaubend ist sie zweifelsohne, die Akropolis – dominantes und weithin sichtbares Wahrzeichen Athens!

Atemberaubend im wahrsten Sinn des Wortes auch das neue Akropolis-Museum! Weit mehr an Schwindelfreiheit als die Erklimmung des Akropolis-Hügels fordert das Vordringen zu den Ausstellungsstücken des Erdgeschoßes! Denn der Fußboden ist aus Kunstglas, durch das man bis zu acht Meter tief auf die unter dem Museum liegende Ausgrabungsstätte mit Siedlungsresten aus dem Zeitraum von der Antike bis zum 13. Jahrhundert blickt.

Akropolismuseum Kunstglasboden Obwohl das gesamte Museum erst am 20. Juni 09 seine Pforten öffnete, hatte es bereits vorher eingeladen, einen Blick hinein zu werfen. So konnten mein Mann und ich uns bereits im Oktober 08 im Erdgeschoß umsehen. Mir kam es wie ein wunderbares Schweben in Zeit und Raum vor. Unter mir ausgebreitet uralte Mauern und die Fundamente des Hauses, in dem ich mich befand. In greifbarer Nähe beeindruckende, kunstvolle, jahrtausendealte Exponate. Nach draußen öffnete sich durch die Glaswände der Blick auf die Akropolis vor dem strahlend blauen Himmel. Ich hätte mir nie vorstellen können, wie sich das Akropoliserlebnis in diese Dimension noch steigern lässt. Meinem Mann hingegen trübte ein flauer Magen und unsicherer Schritt über dem kunstglasbedeckten Abgrund beträchtlich die Freude und er war nicht der einzige unter den Besuchern, die recht zaghaft dahinschritt. Einige sah ich gar entmutigt nach einigen Schritten umkehren. Eben nicht jedermanns Sache. Aber auch gerade für die nicht ganz Schwindelfreien mag es vielleicht die abgeforderte Überwindung beim Überschreiten des Abgrunds, gepaart mit dem leichten Anstieg der Glasrampe sein, die das Gefühl für die Erhabenheit der Exponate, von denen man sich schließlich fesseln lässt, vertieft.


akropolismuseum AußenbereichEinige Fakten

Das neue Museum am Fuß der Akropolis umfasst drei Stockwerke und eine Fläche von rund 25.000 Quadratmetern. Entworfen wurde es von dem Schweizer Architekten Bernard Tschumi.

Ca. 130 Millionen Euro sollen die Baukosten betragen haben, elf Jahre die Bauzeit.

Eintritt und Öffnungszeiten (aktualisiert am 29. 3. 2014):

(Angabe ohne Gewähr. Bitte vergewissern Sie sich beispielsweise auf der schönen englischsprachigen Website des Museums )

Der Eintritt kosten 5 Euro
Am 25. März, 18. Mai und  28 October ist der Eintritt frei.

Öffnungszeiten

1. April – 31. Oktober:
Montag: 8:00  – 16:00 Uhr
Dienstag bis Sonntag: 8:00  bis 20:00 Uhr
verlängerte Öffnungszeit am Freitag : 8:00  bis 22:00 Uhr
(letzter Einlass jeweils eine halbe Stunde vor Schluss)

1 November – 31.  März:
Dienstag bis Donnerstag: 9:00 bis 17:00 Uhr
Freitag  9:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 9:00 a.m. – 20:00 Uhr
(letzter Einlass jeweils eine halbe Stunde vor Schluss)

Geschlossen: 1. Januar, Ostersonntag und -montag, 1. Mai,  25.  und 26. Dezember und an den Montagen vom 1. November bis 31. März

Raum+Zeit - über alles, was die beiden füllt: Landschaften, Inseln, Jahres- und Tageszeiten, ...