Der 25. März – Nationalfeiertag und Kirchenfest

22. März 2010
Die Seeheldin Bouboulina an Bord Ihres Schiffs Agamemnon

Die Seeheldin Bouboulina an Bord Ihres Schiffs Agamemnon. Das Bild hängt im Bouboulina-Museum auf Spetses

Der 25. März ist in Griechenland ein gesetzlicher Feiertag.

Denn an diesem Tag wird nicht nur das Kirchenfest Mariä Verkündigung (Evangelismos) gefeiert.

Der 25. März 1821 markiert auch den Beginn des griechischen Freiheitskampfs gegen die mehr als dreihundertfünfzig Jahre währende Herrschaft der Osmanen, die 1453 mit dem Fall Konstantinopels ihren Beginn genommen hatte. Deshalb wird an dem Tag mit Flaggen und Paraden einer der beiden griechischen Nationalfeiertage begangen (der zweite ist am 28. Oktober). Es wird großer Volksheldinnen und -helden des Befreiungskriegs gedacht, wie es der Klephten-Führer Theodoros Kolokotronis und die ihre eigene Flotte befehligende Laskarina Bouboulina waren. Denn ihr Kampf zusammen mit dem vieler Aufständischer und ausländischer Hilfe brachte Griechenland schließlich die Souveränität. 1827 erlitten die Türken eine entscheidende Niederlage in der Seeschlacht von Navarino. 1830 wurden Teile des heutigen Griechenlands (im wesentlichen Süd- und Zentralgriechenland mit Euböa und den Kykladen) souveränes Königreich mit dem hart umkämpften Nafplion (Nauplia) als Hautstadt und dem bayerischen Prinzen Otto als König. Der Anschluss weiterer Teile folgte, so dass das Land allmählich seine heutige Form annahm.

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