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Erster Fastensonntag – Sonntag der Orthodoxie

1. März 2015

Triumpf der OrthodoxieAm ersten Sonntag der Fastenzeit feiert die orthodoxe Kirche die Überwindung des Ikonoklasmus am 11. März 843 ( der in jenem Jahr der erste Fastensonntag war). Seither wird mit Prozessionen, bei denen Ikonen mitgeführt werden, und mit festlichen Gottesdiensten das Fest der Orthoxie gefeiert.

Vorausgegangen ist diesem historichen Tag ein erbitterter Streit zwischen Befürwortern und Gegnern von Heiligenikonen in der Kirche. Viele Ikonen fielen Bilderstürmern zum Opfer. Andere verdanken diesen Auseinandersetzungen ihre wundersame Geschichte. Versteckt vor den Bilderstürmern blieben sie oft lang verschollen, bevor sie auf oft sehr seltsame Weise wieder auftauchten. Einige unter ihnen sollen sich selbst den Platz gesucht haben, wo sie seither verehrt werden wollten, indem sie immer wieder dorthin zurückkehrten, wohin man sie auch bringen mochte, bis ihnen schließlich genau an dieser Stelle ein Heiligtum errichtet wurde.

Die Bedeutung dieses Festes spiegelt die Wichtigkeit der Ikonen für die orthodoxen Gläubigen wider. Sie betrachten sie nicht als dekorative Kunstobjekte, sondern als Fenster in die geistige Welt. Nicht dem Bild, sondern dem Geist des in ihm präsenten Heiligen gilt ihre Verehrung, wenn sie sich vor der Ikone bekreuzigen und sie küssen.

 

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