Früchte Griechenlands – Granatäpfel

1. Januar 2016

GrantapfelGranatapfelbäume und -sträucher gedeihen gut in Griechenland. Sie zieren viele Gärten, in denen sie im Frühjahr mit ihren schönen Blüten und im Herbst mit ihren Früchten erfreuen. Granatäpfel stellen aber auch ein nicht unbedeutendes Agrarprodukt dar, das Genossenschaften wie die 2007 in der Nähe von Sparta in Nordgriechenland gegründete Elios Group tonnenweise produzieren.

Ródi heißt der Granatapfel auf Griechisch, rodiá der Granatapfelbaum. Von seiner Beliebtheit zeugen auch etliche Dörfer, die nach ihm benannt sind. Um sie zu unterscheiden, hängt man ihrem Namen einen Zusatz an, wie beispielsweise den Regierungsbezirk, zu dem der Ort gehört, bei Rodiá Irákliou auf Kreta.

Seit jeher ist die apfelgroße, auffallend schöne, im reifen Zustand organgefarben bis kräftig rote Frucht mit ihren Hunderten von essbaren, saftigen, durchscheinend roten Samen symbolträchtig.

Sie fand in der griechischen Antike bereits Erwähnung. Beispielsweise gehört sie neben Kuh, Kuckuck und Pfau zu den Attributen der Zeusgemahlin Hera.

Der vom Unterweltgott Hades in sein Totenreich entführten Zeustochter Persephone wurde sie zum Verhängnis. Hatte doch Göttervater Zeus beschlossen, sie aus der Unterwelt zurückkehren zu lassen, wenn sie dort nichts gegessen habe. Hades aber drückte ihr sechs Granatapfelkerne in den Mund. Damit wurde es nichts mit einer kompletten Rückkehr. Nur zwei Drittel des Jahres sollte Persephone zurück an die Seite ihrer Mutter Demeter kehren dürfen, das restliche Drittel hatte sie mit Hades in dessen düsterem Reich zu bleiben.

Heute symbolisiert der Granatapfel Fruchtbarkeit und Glück. Zu den Neujahrsbräuchen gehört es in Griechenland, einen Granatapfel in den Hauseingang zu werfen und sich bei seinem Aufplatzen Freude, Glück und Gesundheit zu wünschen.

Granatapfelbluete

Granatapfelbluete

Weitere Früchte Griechenlands:

> Feigen

> Zitrusfrüchte und Kumquat

> Charupi = JohannisbrotMaronen = Esskastanien

 

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