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Griechenland erleben – Genuss, Kultur und Lebensart » Griechenland im Januar

Griechenland im Januar

13. Januar 2018

Basilius_der_GrosseJahresbeginn und Fest des Heiligen Basilius

Kryaritis lautet der alte griechische Bauernname für den Januar. Da steckt das Wort kryo für Kälte drin. Der auf Neugriechisch Jenaris oder Ianuarios genannte Monat beginnt in Griechenland mit Geschenken. Denn dort war nicht bereits an Weihnachten Bescherung. In das rote, pelzbesetzte Mäntelchen des westlichen „Weihnachtsmanns“ schlupft in Hellas der Ai Basilis (sprich: Ai Vasilis) oder Heilige Basilius (gesprochen: Vasilius). Sein Tag ist der 1. Januar.

Ein traditioneller Brauch zum Tag des Heiligen Vasilius ist das Backen der Vassilopita – eines Neujahrsgebäcks mit einer eingebackenen  Münze, die denjenigen, der sie in seinem Stück findet zum Glückspilz des Jahres macht.

Halkionische Tage

Ein weiteres Geschenk bringen den Griechen im Januar die Ein_Eisvogel_im_SchwebflugAlkyoniden,  wie die einst der Sage nach in Eisvögel verwandelten Töchter des mythischen Giganten Alkyoneus genannt werden. Ihnen zuliebe – damit sie in der Brutzeit nicht frieren – richtete Gottvater Zeus eine Schönwetterperiode mit klarem, blauen Himmel, viel Sonne und milden Temperaturen mitten im Winter ein. Wann exakt das im jeweiligen Jahr ist, lässt sich nicht vorhersage. Doch stellt sich die Zeit in den meisten griechischen Gegenden, einschließlich Athen und nördlicheren Regionen fast alljährlich ein und dauert etliche Tage. Man nennt sie Alkioniden oder halkionische Tage.

Winterurlaub in Griechenland

Nachdem im Oktober die Saison der Charter-Direktflüge zu Griechenlands beliebtesten Urlaubszielen zu Ende gegangen ist und viele der Strandhotels geschlossen haben, kehrt Ruhe ein und man kann ein authentisches Griechenland ohne Touristenströme erleben. Man kann spazieren, wandern, die Kafenia und Feste der Einheimischen besuchen. Und auch Skigebiete gibt es in Griechenland,  beispielsweise das von Kalavryta auf der Peloponnes und das sehr beliebte des Parnass in Steara Ellada, das ungefähr zwei Kilometer von Athen in der Nähe der antiken Stätte von Delphi gelegen ist und 13 Liften und 19 Pisten zu bieten hat.

Kumquat375Erntezeit

Während die meist im November begonnene Erntezeit für Oliven je nach Gegend, Sorte und Größe der Olivenhaine langsam zu Ende geht, hängen viele andere Früchte in Griechenland im Januar an den Bäumen und warten auf ihre Ernte, darunter Zitrusfrüchte, die vor allem auf Korfu angebauten Kumquat und Kiwis.

Weitere Kirchenfeste im Januar

Ein weiterer gesetzlicher Feiertag nach dem Neujahrstag ist der 6. Januar, an dem die orthodoxen Griechen das Fest Epiphani, Theofania oder Fota feiern. Sie gedenken dabei  der Taufe Christi im Jordan und der Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Dabei wird eine Wasserweihe zelebriert, bei der feierliche Prozessionen an ein Gewässer ziehen, in das ein Priester ein Kreuz wirft. Jugendliche tauchen im eisigen Wasser danach, um es zurück zu holen und sich so Bewunderung, Glück und Segen zu sichern.

Viel traditionelles Brauchtum gibt es auch an den nächsten beiden Tagen, obwohl sie keine gesetzlichen Feiertage sind.

Der 7. Januar gilt als Fest des Heiligen Johannes des Täufers. Ein Brauch für diesen Tag, der zum Beispiel in Livadía bei Serres praktiziert wird, verlangt von kürzlich vermählten Ehemänner, unter einer bogenförmigen Girlande durchzutanzen. Dabei werden sie mit Wasser bespritzt,  um ihre Jungendsünden abzuwaschen. In anderen Dörfern schubst man sich auch gegenseitig in niedrige Brunnen oder Bäche oder begießt jungvermählte Männer mit Wasser.

Am 8. Januar hat die Heilige Domna (Agia Domnica) ihren Tag. Sie gilt als Schutzheilige der Hebammen und alten Weiber. Früher ehrte man an dem Tag die babos genannte Dorfhebamme. In manchen Gegenden, vor allem in Makedonien auf den Dörfern in der Nähe von Serres und beim Kerkini-Sees, hat man den Brauch wiederbelebt. Frauengruppen und -initiativen ziehen alte Trachten an, ehren die älteste Dorfbewohnerin und feiern mit Musik und Tanz. Die Männer bleiben dabei außen vor und haben diesen ganzen Tag lang nichts zu sagen. Es herrscht gynekokratia (Weiberherrschaft) und Rollentausch. Was landläufig als „Frauenarbeit“ gilt, wartet auf die Männer, „Männerarbeit“ auf die Frauen.

Am 30. Januar ist Schul- und Universitätsfeiertag. Denn es ist der Tag der drei Heiligen Hierarchen Basilius der Große, Gregor der Theologe und Johannes Chrysostomus, die in Griechenland als Schutzpatrone der Bildung gelten.

Raum+Zeit - über alles, was die beiden füllt: Landschaften, Inseln, Jahres- und Tageszeiten, ...