griechische Helden: Kolokotronis

23. März 2014

KolokotronisDer auch als der „Alte von Morea“ bekannte, am 3. 4. 1770 in Ramavouni in Messenien (Messinia) auf der Peloponnes geborene und am 15.2. 1943 in Athen verstorbene Theodoros Kolokotronis (gr. Θεόδωρος Κολοκοτρώνης) war ein führender griechischer Freiheitskämpfer in der Revolution gegen die Türken von 1821.

Es wird vorausgesetzt, dass jedes griechische Kind diesen griechischen Volkshelden kennt. Eine Episode des in deutschen Kinos unter dem Namen „Zimt und Koriander“ gelaufenen griechischen Films mit dem Originaltitel „Politiki Kusina“ macht dies deutlich: Ein Bub, der Kolokotronis für ein Verb hält und durchkonjugiert, ist unten durch in der Klasse und lässt die Lehrerin den Vater einbestellen, um diesem Missstand ein Ende zu setzen.
Viele griechische Städte haben Straßen und Plätze nach dem griechischen Helden Kolokotronis benannt und Standbilder ihm zu Ehren aufgestellt.

Schon in frühen Jugendjahren kämpfte Kolokotrónis  mit den kleften genannten griechischen Partisanen gegen die Türken, musste nach Zante flüchten, trat  auf den unter britischer Verwaltung stehenden Ionischen Inseln in den Kriegsdienst ein und wurde  Major eines dort errichteten griechischen Regiments.  Seit 1821 galt Kolokotronis neben „Petrobey“ Petros Mavromichalis als einer der wichtigsten Freiheitskämper gegen die türkische Vorherrschaft. Die griechische Nationalversammlung  ernannte ihn 1823 zum Oberbefehlshaber des Peloponnes. Nach der Ermordung des damaligen griechischen Präsidenten Kapodistrias am 9. Oktober 1831, dessen treuer Anhänger Kolokotronis war, wurde er zum Mitglied der provisorischen Regierungskommission gewählt.

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