Griechische Klagelieder zur Totenklage

26. November 2017

Klagelieder, mit denen griechische Klageweiber traditionell ihre Toten beklag(t)en, sind über unzählige Generationen weitergegebene Volkspoesie. Ihnen gilt die Begeisterung von Vassilis P. Matsinopoulos, der sie erstmals in seiner frühen Kindheit zu hören bekam. Später hat er einige der letzten noch lebenden Frauen, die sie noch beherrschen und singen, getroffen, um sie sich vortragen zu lassen. Mehr als hundert davon hat er in seinem Buch „Griechische Klagelieder – mit Verweisen auf Epen Homers“ zusammengetragen, das auch eine ausfühliche Einleitung enthält und durchgehend zweisprachig griechisch und deutsch ist.
Die Todesvorstellung vieler dieser Gesänge ist die der griechischen Antike, nicht die christliche eines Lebens nach dem Tod. Es ist keine Rede von Paradies und Hölle, Engeln und Himmel, sondern von der lichtlosen Unterwelt des Hades und dem antiken Todesgott Charos.

Leib+Seele - über alles, was es für beide an Griechischem zu genießen gibt