Johannisnacht und -tag in Griechenland

23. Juni 2013

Zahlreiche Bräuche sind in Griechenland mit dem Johannistag am 24. Juni verkünft.

Vor allem ist es Brauch, im Johannisfeuer die Maikränze zu verbrennen, die man zum 1. Mai kunstvoll aus Blumen gefertigt und bis zum 23. Juni am Haus aufgehängt hat. Dazu wird über das Feuer gesprungen, getanzt und gesungen.

Ein weiterer Brauch wird Klidona genannt.

Der Klidona genannte Brauch, will, dass sich am Vorabend des Johannestags die unverheirateten Mädchen versammeln. Eines von ihnen  bringt von einer Quelle das „stille Wasser“. Dabei müssen die Mädchen schweigen und sich absolut still verhalten. Nach Hause zurückgekehrt,  leeren sie das Wasser in einen irdenen Topf, in den jedes Mädchen  einen Apfel oder einen persönlichen Gegenstand wirft.Dann wird der Topf mit einem Tuch zugebunden. Daher Klidona von klidonetai für „wird verschlossen“. Die ganze Nacht über bleibt der Topf im Freien unter dem Sternenhimmel, während die Mädchen in ihre Häuser zurückkehren. In dieser Nacht soll ihnen im Traum ihre zukünftiger Ehemann erscheinen.
Am Johannestag vor Sonnenaufgang wird der Tontopf ins Haus geschafft . Im Lauf des Tages  versammeln sich die unverheirateten Mädchen wieder. Verwandte, Freunde und Nachbarn gesellen sich dazu. Während ein „Glückskind“ die tags zuvor in den Topf geworfenen Gegenstände herausfischt und ihren Besitzerinnen zurückgibt, werden Lieder gesunden, die deren Zukunft voraussagen sollen.

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