Mezes – Der griechische Appetithappen

25. Juli 2017

Ein Ouzo kommt selten allein

600ouzoMezeWas den Spaniern ihre Tapas, sind den Griechen die mezédes, wie der Plural des Worts mezés für den griechischen Appetithappen lautet.

Traditionell reichen sie die Wirte oft auch ohne Bestellung als kleine Beigabe zum alkoholischen Getränk. Oft wird dafür heute aber auch ein kleiner Aufpreis fällig, so dass man seinen Ouzo, Tsipouro oder Raki oder sein Bier allein oder „me mezé“ (mit einer kleinen Beilage) bestellen kann. Mesé mit weichem, stimmhaften und mit der Betonung auf dem letzten Buchstaben spricht man das aus.

Gern benutzt man auch die Verkleinerungsform mezedáki (Häppchen). Man bekommt sie inMezeSamothraki Tavernen und manchen Cafés. Es gibt aber auch Lokale, die sich mezedopolío nennen und auf solche leckeren Kleinigkeiten spezialisiert sind, wobei es jedoch keine strenge Trennung zwischen der tavérna und dem mezedopolío gibt. Oft findet man auch in letzterem neben Kleinigkeiten durchaus sättigende Hauptgerichte. Das gleiche gilt für ouzeri und tsipourádiko (sprich: tsipurádiko), Lokale, die die Spezialisierung auf die Getränke Ouzo beziehungsweise Tsipouro im Namen tragen, natürlich auch  mezédes servieren, oft aber auch Hauptgerichte.

Was können nun solche mezédes sein? Alles mögliche! Von einfach einigen Schnitzen Tomate mit etwas Schafskäse und/oder Wurst über kleine Dips aus Fischroggen (taramás), Oliven oder Käse bis zu kleinen Fischen und/oder Hackfleischbällchen. Beliebt als mezédes sind auch eingelegtes Gemüse (toursí) und marinierter oder eingesalzenes Fisch. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

eingesalzene Sardinen

Sardéles Pastés – eingesalzene Sardinen

Leib+Seele - über alles, was es für beide an Griechischem zu genießen gibt