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Panigyri – Patronatsfest der Kirchen und Klöster

24. Juli 2011

PanigyriWenn bunte Wimpel über dem Kirchplatz wehen, gibt es was zu feiern. In Griechenland feiert man die Feste, wie sie fallen.  Es gibt keinen allgemeingültigen Kirchweihtermin, wie beispielsweise in Bayern im Oktober, sondern jede Kirche feiert ihr Patronatsfest am Gedenktag des Heiligen, dem sie geweiht ist, oft auch schon am Vorabend.

koskardamenap9082099klDieses “Panigyri” genannte Kirchweihfest gestalten sich von Ort zu Ort verschieden. Stets gehört ein feierlicher Gottesdienst dazu, meist auch gemeinsames Essen und Trinken. Ansonsten kann es Prozessionen, bei denen Ikonen mitgeführt werden, Blumen- und Fahnenschmuck, Jahrmarktbetrieb, Musik, Tanz und Wettkämpfe geben, je nachdem welche Gepflogenheiten sich in einem Ort über Jahrhunderte herausgebildet haben. Manche religiösen Bräuche knüpfen an jahrtausendealte Riten an. So werden beispielsweise auf der ostägäischen Insel Lesbos heute noch, ähnlich wie in der Antike, Stiere geopfert. In einigen Dörfern Thrakiens und Makedoniens findet im Rahmen eines traditionellen Zeremoniells mit Musik, Waschungen und Weihen ein Anastenaria genannter Tanz auf glühenden Kohlen statt.

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Eines der größten Feste wird am 15. August gefeiert, dem Tag, der bei uns als Mariä Himmelfahrt begangen wird. In Griechenland heißt er “Entschlafung der Gottesmutter” (Kimisis tis Theotokou), da die orthodoxe Kirche nicht an eine Himmelfahrt der Muttergottes glaubt. Während die meisten anderen Patronatsfeste der Kirchen nur lokale Bedeutung haben, ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag.

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