Regisseur Angelopoulos tödlich verunglückt

25. Januar 2012

Im Alter von 76 Jahren starb am gestrigen Dienstag, den 24. Januar 2012, der griechische Filmemacher Theodoros Angelopoulos an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Bei Dreharbeiten wurde er in der Nähe von Piräus beim Überqueren einer Straße von einem Motorrad erfasst. Einige Stunden später erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Er galt als Meister eines melancholisch geprägten, poetischen Realismus und war für seine langen Einstellungen und langsame Erzählweise bekannt. Seine sozial engagierten Filme setzten sich auch immer wieder mit Geschichte und Gegenwart seines Landes auseinander. Vielen galt er als der „Blick Griechenlands“. Manche hingegen empfanden einige seiner Filme als zu anti-national und kirchenfeindlich, so wie der Bischof von Florina Augustinos Kantiotis, der ihn 1991 exkommunizierte.

Für seinen Film «Alexander der Große» bekam Theodoros ( Theo ) Angelopoulos 1980 bei den Filmfestspielen in Venedig den Goldenen Löwen. Für «Landschaft im Nebel» erhielt er 1988 den Silbernen Löwen und für sein Drama “Die Ewigkeit und ein Tag“ mit Bruno Ganz in der Hauptrolle die Goldene Palme in Cannes.

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