Weihnachtsboot oder -baum?

23. Dezember 2011
Piräus

Foto: Vasilis Bouk

Das Karavaki

Ein traditionelles Symbol der großen Seefahrernation Griechenland für das Weihnachtsfest ist das Schiff. Familien stellen zu Hause ein karavaki auf, ein kleines Boot mit Lichtern, die während der Feiertage bis zum Epiphanie-Tag am 6. Januar brennen. Manche von ihnen widmen es den Seeleute der Familie, die das Fest auf See statt im Familienkreis verbringen.

Auch auf einigen öffentlichen Plätzen stehen lichtergeschmückte Boote statt Weihnachtsbäumen, beispielsweise auf vor dem städtischen Theater in Piräus sowie auf den Inseln Chios und Naxos und in Chania auf Kreta.

Der Weihnachtsbaum

Ihn soll der Bayerische Prinz Otto eingeführt haben, der ab 1832 als erster König des damals neu entstandenen Griechischen Königreichs regierte. So sieht man heute auch Weihnachtsbäume in Wohnungen und auf öffentlichen Plätzen. Thessaloniki hat dieses Jahr wohl Boot und Baum kombinieren wollen. Seine baumförmige Lichterkonstruktion war im Meer verankert worden — wohl aber nicht so richtig. Leider hat sie sich bei einer Windstärke von 7 Beaufort aus ihrer Verankerung gelöst und ging unter.

Eingangsfoto: Vasilis Bouk (Lizenz CC BY-NC-ND 3.0)

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