6. Januar: eine nasse Angelegenheit

5. Januar 2012

Tag der Epiphanie in Griechenland und in München

Der 6. Januar ist auch in Griechenland ein gesetzlicher Feiertag. Doch wird er in der griechisch-orthodoxen Kirche nicht wie in der westlichen als “Dreikönigstag” begangen, sondern man gedenkt in erster Linie der Taufe Christi und Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Fota, Epifania (Epiphanie) oder Theofania wird der Feiertag in Griechenland genannt. Nass geht es an ihm vor allem zu. Am Vorabend werden Häuser, Brunnen und Felder mit heiligem Wasser gesegnet. Am Tag selbst wagen manche jungen Burschen den Sprung in das auch in Griechenland um diese Jahreszeit noch recht kühle Wasser, wie beispielsweise hier auf der Kykladeninsel Amorgos. In vielen Orten führen Prozessionen an ein Gewässer. Dort wirft dann ein Priester ein Kreuz ins Wasser, das es gilt, zurück an Land zu holen und sich so Glück und Segen für das beginnende Jahr zu sichern. Wer es als erster erreicht und zurück bringt, sichert sich nicht nur die Bewunderung der Zuschauer, sondern er gilt zugleich als ausgemachter Glückspilz das ganze Jahr hindurch.

Isarweihe 2012 in München
Auch die orthodoxe Gemeinde der bayerischen Landeshauptstadt zelebriert diesen Brauch.  Der Gottesdienst auf der Ludwigsbrücke vor dem Deutschen Museum beginnt am Freitag, den 6. Januar 2012, um 12.30 Uhr und dauert ungefährt 15 bis 20 Minuten. Es ist Teil der traditionellen Zeremonie, dass von den Zelebranten ein mittelgroßes Kreuz ins Wasser geworfen und anschließend von Schwimmern zurückgeholt wird. Auch dieses Jahr werden Schwimmer vom Ufer in die Isar springen, um das Kreuz herauszuholen und den Zelebranten zurückzubringen. Hierbei handelt es sich um einen Griechen und zwei Rettungsschwimmer der Kreiswasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes. (Quelle: ellines.de)

Youtube-Video: Epifania auf der Insel Amorgos

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