Alkyonides / Alkioniden – Sommerwetter im Dez./Jan.

26. Dezember 2015

Ein Eisvogel im Schwebflug

In Eisvögel verwandelte Töchter des mythischen Alkyoneus bringen Sonne u. Wärme im Januar

Unter Alkyonides versteht man in Griechenland seit der Antike bis heute eine über mehrere Tage anhaltende Schönwetterphase irgendwann zwischen Weihnachten und Mitte Januar mit klarem, blauen Himmel und warmen Temperaturen. Vor allem im sonst allgemein um diese Zeit recht winterlich kühlen Zentral- und Nordgriechenland freut man sich alljährlich auf diese schönen, klaren Tage mit Temperaturen, die in  der Gegend von Athen mehr als 20 °C am Tage erreichen können.

Abgeleitet wird die Bezeichnung für dieses meteorologische Phänomen von den Töchtern des mythischen Alkyoneus, die in Eisvögel verwandelt wurden  – in alkyones, wie die antike Bezeichnung für diese Vögel lautetete. Ihnen zuliebe – damit sie nicht frieren – richete Gottvater Zeus die Schönwetterperiode mitten im Winter ein.

Drei dieser vogelgewordenen Töchter, nämlich  Methone, Anthe und Pallene gaben auch drei Saturnmonden den Namen, die gemeinsam auch Alkyoniden genannt werden.

Schließlich trägt auch ein winziges Inselgrüppchen im Korinthischen Golf den Namen Alkioniden.

Fotoquelle: Von Joefrei (Eigenes Werk unter Lizenz CC BY-SA 3.0 ), via Wikimedia Commons

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