Griechische Helden: Rigas

26. Januar 2014

Rigas Velestinlis, griechisch Ρήγας Βελεστινλής (geboren 1757 in Velestino und gestorben am 24. Juni 1798 in Belgrad) ist einer der unvergessenen griechischen Revolutionäre.

Sein Antlitz ziert heute die Rückseite der griechischen 10-Cent-Münze, nachdem es zuvor auf dem letzten 200-Drachmenschein vor der Euroeinführung geprangt hatte. Sein Revolutionslied Thourios (θουριος – s. Video am Ende des Artikels) kennt jedes griechische Kind. Nach der bei seinem Geburtsort Velestíno ausgegrabenen antiken Stätte Pheraí gab man ihm auch den Beinahmen Feraios (sprich Feréos).  Er gilt neben Adamantios Korais als Wegbereiter der griechischen Revolution von 1821, die letztlich zur Unabhängigkeit vom osmanischen Reich führte.

Rigas Velestinlis studierte in Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) , war Privatsekretär des Phanarioten Aléxandros Ypsilántis, vertiefte sich in die französischen Schriften der Aufklärung, ging 1790 nach Wien und verbreitete revolutionäre Schriften wie die „Charta von Griechenland“. Diese Charta war ein Verfassungsentwurf eines demokratischen, vom Osmanischen Reich unabhängigen, föderativen Balkanstaates. Als Übersetzter übertrug er u.a.  Montesquieus Hauptwerk De l’Esprit des Lois ins Griechische. Im Jahre 1798 reiste er nach Triest, wo er mit 3000 Exemplaren einer revolutionären Schrift im Gepäck festgenommen wurde.  Man brachte ihn zunächst zu Verhören nach Wien und übergab ihn schließlich an die osmanischen Behörden in Belgrad übergeben. Am 24. Juni 1798 wurde er dort im Neboisa-Turm hingerichtet.

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