Zitate zur Krise: Nikos Konstandaras

17. Juli 2011

Fällt zur Zeit in den Medien das Wort “Griechenland”, so findet man meist unweit davon das Wort “Krise”.  Deshalb will ich auf  dieser Website, die sich Kultur und Lebensart des Landes der Hellen und insbesondere allem, was es in ihm zu entdecken und zu genießen gibt, verschrieben hat,  einen Bogen um reine Krisenberichte machen.  Sie sind ja sonst allgegenwärtig. Interessanter für mich sind Überlegungen zu Land und Leuten und zu den Chancen, die Krisensituationen wie die gegenwärtige bieten, eine Wende herbeizuführen und neue Wege zu gehen. Dazu gehören diese Zitate aus einem Artikel von Nikos Konstandaras in der griechischen Tageszeitung  Kathimerini vom 10. Juli 2011:

Die unmittelbare Aufgabe, vor der unser Land steht, ist die Beseitigung der zahlreichen Verwerfungen in unserer Wirtschaft und Gesellschaft, damit wir mit dem Prozess einer grundsätzlichen Erneuerung beginnen können.
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Die Regierung ist gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, die ihr schwer fallen, während verschiedene Interessengruppen verstehen müssen, dass sie Mitglieder einer Gesellschaft sind und nicht mehr Privilegien haben können als andere. Doch dürfen diejenigen, die von den Eingriffen betroffen sind, nicht in die Enge getrieben werden — wenn sie nicht Teil der Lösung  sind, so werden sie Teil des Problems bleiben. Wir alle sind Teil der Gesellschaft, einen endlosen Konflikt können wir nicht ertragen.
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… Was  zu den positiven Aspekten der Zeit, in der wir leben, zählt ist die grundlegende Erkenntnis, dass wir (im günstigsten Fall) hier steckenbleiben, wenn wir nicht Strukturschwächen und Ungerechtigkeiten innerhalb unserer Gesellschaft beseitigen, wenn wir nicht Instititutionen stärken und wenn wir nicht an einen Ausweg glauben.

Raum+Zeit - über alles, was die beiden füllt: Landschaften, Inseln, Jahres- und Tageszeiten, ...